Veranstaltungsort Außenhülle am Klimapavillon in Nordhausen eingezogen - Eröffnung Ende April?

Seit 2017 tourt der Klimapavillon durch Thüringen. Unter der Kuppel finden normalerweise Veranstaltungen, Ausstellungen, Workshops und Gespräche etwa zu Nachhaltigkeit und Klimawandel statt. Neue Station in diesem Jahr ist Nordhausen. Ob zum offiziellen Start Besuche möglich sein werden, hängt aber von der Corona-Infektionslage ab.

Der Klimapavillon steht auf einem Platz vor einer Kirche.
Der zehn Meter hohe kuppelförmige Klimapavillon hat einen Durchmesser von rund 16 Metern. Bildrechte: MDR/Franziska Gutt

In Nordhausen sind die Außenarbeiten am Klimapavillon abgeschlossen worden. Industriekletterer montierten am Dienstag die lichtdurchlässige Membran am Gerüst auf dem Blasii-Kirchplatz. Nach MDR-Informationen wurde die Hülle von einer Spezialklettergruppe aus Süddeutschland auf das kuppelförmige Gerüst gezogen.

Klimapavillon-Angebot zunächst digital

Bis zur Eröffnung der Veranstaltungsstätte am 30. April werden nun noch die Möbel und eine Dauerausstellung im Inneren des Rundbaus aufgebaut.

Aufgrund der Corona-Einschränkungen ist eine offizielle Eröffnung erst Ende April möglich. Wie und ab wann der Besuch der Ausstellungen sowie Veranstaltungen vor Ort möglich sind, werde anhand der geltenden Schutzbestimmungen entschieden, teilte das Umweltministerium am Dienstag mit. Bis Ende April solle es zunächst digitale Angebote geben.

Workshops und Vorträge bereits 2020

Da der Pavillon ein Projekt des Thüringer Umweltministeriums ist, besuchte am Dienstag Ministerin Anja Siegesmund (Grüne) die Baustelle auf dem zentralen Platz in Nordhausen. Dort sprach sie mit dem Nordhäuser Oberbürgermeister Kai Buchmann (parteilos) über die bevorstehende Saison.

"Ich bin überzeugt, dass der Bedarf nach klimapolitischen Diskussionen vorhanden ist", sagte das Stadtoberhaupt. Siegesmund kündigte an, dass momentan eine digitale Eröffnung für den 30. April geplant ist. Bereits 2020 fanden die Vorträge und Workshops unter Corona-Bedingungen statt. Siegesmund sagte: "Die Klimakrise wartet eben nicht."

Klimapavillon seit 2017 auf Tour

Der zehn Meter hohe kuppelförmige Bau mit einem Durchmesser von 16 Metern erinnert mit seiner äußeren Form an die Erdkugel. Sie ist von einer Membran umgeben - ähnlich wie die Erde von der Atmosphäre. Außen sollen 20 Solarschirme angebracht werden, die Strom erzeugen.

Erstmalig bekam der Klimapavillon einen innerstädtischen Standort, ergänzte die Grünen-Politikerin auf ihrem Besuch in Nordhausen. Der Klimapavillon tourt seit 2017 durch das Land. In den Vorjahren machte er in Apolda, Weimar, Jena und Gera Station. Die Organisatoren zählten bislang 75.000 Besucher.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn,dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 31. März 2021 | 10:30 Uhr

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