Richtfest Theateranbau in Nordhausen nimmt Gestalt an

Für den Anbau des Theaters Nordhausen ist am Montag Richtfest gefeiert worden. Das gesamte Gebäude wird derzeit generalüberholt und für knapp 30 Millionen Euro umgebaut. Der Erweiterungsbau soll zunächst als Ersatzspielstätte dienen.

der Rohbau eines Gebäudes mit Gerüst
Der neue Theateranbau befindet sich auf der Rückseite des historischen Gebäudes. Bildrechte: MDR/Armin Kung

Der erste Akt der Generalsanierung des Theaters in Nordhausen ist in Angriff genommen. Für einen Anbau, der zunächst als Ersatzspielstätte für 360 Besucher dienen soll, wurde am Montag mit einem symbolischen Nageleinschlag Richtfest gefeiert. Im Sommer nächsten Jahres ist die Fertigstellung der Ersatzspielstätte geplant, wie die Stadt Nordhausen mitteilte. Sie ist einer der Gesellschafter des Theaters.

Später soll der mehrgeschossige Anbau an der Rückseite des Theaters dann diverse Werkstätten, Proben- und Theaterräume beherbergen.

Modell des Theateranbau Nordhausen
Die gesamte Generalsanierung des Theaters kostet knapp 30 Millionen Euro. Bildrechte: MDR/Armin Kung

Moderne Ausstattung für 100-jähriges Theater

Das historische Theater, das im Jahr 1917 eröffnet wurde, wird bis zum Spielzeitbeginn 2024/25 umfassend saniert. So sollen unter anderem der Brandschutz sowie Haus- und Bühnentechnik erneuert und barrierefreie Zugänge geschaffen werden.

Der Orchestergraben soll erweitert und die künftige Akustik im Zuschauerraum verbessert werden. Die Kosten des Gesamtprojekts belaufen sich laut Stadtverwaltung auf 29 Millionen Euro. Davon kommen 22 Millionen Euro vom Land.

Vier Personen schlagen Nägel in einen Holzbalken.
V.l.n.r.: Theaterintendant Daniel Klajner, Infrastrukturministerin Susanna Karawanskij (Linke), Landtagspräsidentin Birgit Keller (Linke) und Nordhausens Oberbürgermeister Kai Buchmann (pl). Bildrechte: MDR/Armin Kung

Mit dem Theateranbau machen wir einen wichtigen Schritt in die Zukunft dieses für Thüringen so bedeutenden Theaterstandorts.

Infrastrukturministerin Susanna Karawanskij

Drei-Sparten-Haus fit für die Zukunft machen

"Mit dem Theateranbau machen wir einen wichtigen Schritt in die Zukunft dieses für Thüringen so bedeutenden Theaterstandorts", erklärte Infrastrukturministerin Susanna Karawanskij (Linke). Damit werde sichergestellt, dass Kulturinteressierte aus Nah und Fern auch künftig das vielfältige Programm-Angebot aus Musiktheater, Schauspiel und Ballett dieses Drei-Sparten-Hauses nutzen könnten.

Das Theater in Nordhausen gibt seit langem Musiktheaterproduktionen nach Rudolstadt und erhält von dort Schauspielaufführungen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 27. September 2021 | 19:00 Uhr

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