Verkehr "Geisterzug" von Nordhausen nach Göttingen hält bald auch in Thüringen

Der als "Geisterzug durch Nordthüringen" bekannt gewordene Früh-Zug von Nordhausen in Thüringen nach Göttingen in Niedersachsen soll ab Dezember auch in Thüringen für den Zustieg halten. Seit 2014 fährt dieser Zug wochentags um 4:30 Uhr in Nordhausen los, ohne dass vorher Fahrgäste zusteigen konnten. Auch an allen Thüringer Unterwegsbahnhöfen stoppt der Zug bisher nicht, um Fahrgäste aufzunehmen. Erst in Walkenried, dem ersten Halt in Niedersachsen, ist das möglich.

Ein Dieseltriebwagen von DB Regio in Nordthüringen.
"Nicht einsteigen": Der "Geisterzug durch Nordthüringen" auf einer Aufnahme von 2019. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Wie die Thüringer Allgemeine unter Verweis auf das Thüringer Verkehrsministerium berichtet, ändert sich das mit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember: Der Zug werde von diesem Tag an regulär für den Zustieg von Fahrgästen in Ellrich im Kreis Nordhausen halten. Reisenden aus dem Landkreis solle somit eine frühere Fahrt nach Niedersachsen ermöglicht werden. Gleich in Nordhausen zusteigen soll nicht möglich sein: Ein Sprecher des Ministeriums weist darauf hin, dass Reisende um diese frühe Zeit eine Verbindung von Nordhausen mit Umstieg in Leinefelde nutzen können. Die Nachfrage für die direkte Verbindung sei "sehr gering".

Grund für den kuriosen Fahrplan des Zuges sind die Stationsgebühren, die das Ministerium als Besteller des Schienennahverkehrs für reguläre Halte in Thüringen entrichten müsste. Im Februar 2020 hatte es geheißen, etwa 16.000 Euro im Jahr müsste Thüringen an die Deutsche Bahn zahlen, damit auch im Freistaat in Nordhausen und an allen Unterwegsbahnhöfen Fahrgäste einsteigen können.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 16. Dezember 2021 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

Steffen69 vor 2 Wochen

16.000€ , ich fasse es nicht. Unsere neuen Freunde, kosten Milliarden und hier wird an 16.000 € gespart.

Unfassbar..

Und nein, ich bin kein rechter.
Ich habe ein Recht auf freie Meinungsäußerung. Ich hoffe, der MDR zensiert mich hier nicht. Was auch nicht im Sinne unseres Grundgesetzes ist.

Mehr aus der Region Nordhausen - Sangerhausen - Wernigerode

Mehr aus Thüringen