Urkundenfälschung und Betrug Anklage gegen früheren Jugendpfleger von Herbsleben erhoben

Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen hat den im Vorjahr gekündigten Jugendpfleger von Herbsleben im Unstrut-Hainich-Kreis wegen Betrugs und Urkundenfälschung angeklagt. Wie Sprecher Dirk Germerodt MDR THÜRINGEN sagte, geht es um gefälschte Zeugnisse, die der Mann bei der Bewerbung als Sozialarbeiter vorgelegt haben soll.

Fälschungen nach anonymen Hinweisen entdeckt

Rathaus Herbsleben
Das Rathaus in Herbsleben. Bildrechte: imago images / Karina Hessland

Der damals 30-Jährige hatte den Job als Jugendpfleger erhalten. Von Mai bis zu seiner fristlosen Entlassung im November 2020 leitete er unter anderem den Jugendklub im Ort. Nach anonymen Hinweisen entdeckte die Gemeinde mehrere Fälschungen in den Bewerbungsunterlagen. So legte der Mann ein Abiturzeugnis, ein Sozialarbeiter-Diplom, ein Berufszertifikat und ein Arbeitszeugnis vor, ohne die jeweiligen Abschlüsse erlangt zu haben.

Arbeitsgericht verhandelte schon im Januar

Der Mann aus Erfurt ist bereits wegen vergleichbarer Vorwürfe aufgefallen. Das Amtsgericht Erfurt erließ im Dezember 2020 einen Strafbefehl für einen Fall aus dem Jahre 2018 und legte 2.250 Euro Strafe fest. Vor dem Arbeitsgericht in Nordhausen gab der 31-Jährige Ende Januar zu, dass er weder ein Abitur abgelegt noch ein Studium der Sozialarbeit absolviert habe.

Quelle: MDR Thüringen/gh

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 13. September 2021 | 16:00 Uhr

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