Unstrut-Hainich-Kreis Betreiber: Schweine in Aschara bekommen kaum noch Antibiotika

In der Schweinzuchtanlage in Aschara im Unstrut-Hainich-Kreis wird mittlerweile weitgehend auf Antibiotika verzichtet. Das hat der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft ADIB, Klaus Kliem, am Montag bei MDR THÜRINGEN erklärt. Er reagierte damit eine Antwort des Thüringer Sozialministeriums auf eine kleine Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Thomas Rudy. Aus der Antwort geht hervor, dass im Jahr 2017 in mehreren notgeschlachteten Schweinen aus der Anlage gegen Antibiotika resistente Keime nachgewiesen wurden. Kliem fügte hinzu, der Betrieb in Aschara arbeite seit langem konsequent daran, Gesundheit und Fitness der Schweine zu verbessern. Seit Jahresbeginn müssten deswegen so gut wie keine Medikamente mehr eingesetzt werden.

Schweinemast Aschara
Die Schweinezuchtanlage Aschara im Unstrut-Hainich-Kreis. Bildrechte: MDR/Thomas Kalusa

Wie es in der Antwort des Sozialministeriums heißt, wurden in den toten Schweinen aus der Anlage 2017 Erreger wie MRSA, EBSL und Pseudomonas aeruginosa nachgewiesen, die auch Menschen krank machen können und gegen die gängige Antibiotika nicht wirken. Eine konkrete Gefahr für Menschen habe aber nicht bestanden. Wörtlich heißt es in der Antwort: "Nachweise von resistenten Krankheitserregern im Rahmen von Sektionen an verendeten oder notgetöteten Tieren lassen nicht automatisch einen Rückschluss auf eine allgemeine Gefährdungssituation zu."

Aus der Antwort geht auch hervor, dass der Fall abgearbeitet ist und der Schweinezüchter nicht mit weiteren Konsequenzen rechnen muss. Die Schweine waren zu mehreren Zeitpunkten vergangenen Jahr notgeschlachtet worden. Das Veterinäramt des Unstrut-Hainich-Kreises hatte bei Kontrollen vor mehr als einem Jahr Verstöße gegen das Tierschutzgesetz in der Anlage in Aschara festgestellt. Seitdem läuft ein Rechtsstreit zwischen der Agrargesellschaft und dem Kreis.

Quelle: MDR THÜRINGEN

--- AKTUELLES AUS THÜRINGEN ---

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 15. Oktober 2018 | 12:00 Uhr

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