Livestreams und Online-Märkte Wie ein Mühlhäuser beim Digital-Schub hilft

Mit Internetangeboten hat der Mühlhäuser Unternehmer Toni Trabert Firmen und Kommunen den Weg durch die Corona-Krise erleichtert. Seine Firma "5 Finken" profitiert auch vom Corona-Nachholbedarf. Viele Firmen hatten die Digitalisierung bis zum Vorjahr vor sich hergeschoben.

Ein Mann sitzt vor einem Computer.
Toni Trabert bei seinem neuesten Projekt "Virtuelles Einkaufen“ Bildrechte: MDR/Claudia Götze

Internetseiten, virtuelle Rundgänge, Online-Marktplätze, Livestreams und Mängelmelder: Der Mühlhäuser Webdesigner Toni Trabert begleitet Firmen und Behörden, Stadträte und Händler durch Pandemie-Zeiten. Für viele Abläufe im Alltag findet der 36-Jährige eine digitale Lösung.

Der in Zella in der Rhön geborene Webdesigner hat zunächst im Tourismusmarketing begonnen. Seit 2008 ist er selbstständig - zunächst allein. Die Firma "5 Finken" gibt es seit 2015. Er betreibt sie gemeinsam mit Holger Kleeberg, Thomas Vattrodt und Thomas Stecher.

Kommunale Projekte gewinnen an Bedeutung

Mit "Leuchttürmen" hat sich der Wahl-Mühlhäuser eine Existenz aufgebaut. Lösungsorientiert zu arbeiten, ist sein Erfolgsrezept. Es gehe immer um "kurzfristige Lösungen", sagt Trabert. Webdesign für Firmen und Kommunen ist sein Hauptgeschäft. Hinzu kommen Online-Marktplätze und Livestreams - Letztere seit 2014 aus dem Mühlhäuser Stadtrat, seit 2019 aus Bad Langensalza.

Drei Männer in einem Büro.
Seit 2015 ein Team: Holger Kleeberg (l), Toni Trabert (m) und Thomas Vattrodt (r). Bildrechte: MDR/Claudia Götze

Im Herbst könnte mit Nottertal Heilinger Höhen im Unstrut-Hainich-Kreis auch die erste Landgemeinde ihre Sitzungen ins Wohnzimmer übertragen. Solche kommunalen Projekte haben in Corona-Zeiten noch mehr Bedeutung gewonnen. Mängelmelder und sogar Livestreams von Ausschusssitzungen erleichtern die Arbeit von Behörden und Parlamenten.

Interesse an Livestreams ist riesig

Vor wenigen Tagen hat eine Livesendung aus dem Kulturhaus Bickenriede 1.325 Zuschauer gehabt. Dabei ging es um die künftigen Zusammenschlüsse bei der Gemeindereform.

Auch die Stadtratssitzungen in Mühlhausen und Bad Langensalza haben regelmäßig zwischen 500 und 1.000 Zuschauer. Vor Corona konnten schon allein aus Platzgründen nicht so viele persönlich anwesend sein. Aber auch für abwesende Stadträte gibt es eine Lösung: zu Hause zuschauen und von dort mit abstimmen. Die abgeänderte Thüringer Kommunalordnung lässt das inzwischen zu.

"Das Interesse an Livestreams ist riesig", sagt Trabert. Viele Zuschauer in ganz Deutschland seien regelmäßig dabei. Der virtuelle Einkaufsbegleiter für ein Mühlhäuser Modehaus ist sein jüngstes Projekt. Derzeit bereitet er eine "Seite mit Spendenlösung" für das neue Mühlhäuser Hospiz vor.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 08. Mai 2021 | 18:30 Uhr

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