Für Pflegeheimbewohner "Post für Dich" - Briefaktion von Schülern läuft in Mühlhausen an

In Mühlhausen sind am Montag die ersten 30 "Post für Dich"-Briefe in einem Pflegeheim übergeben worden. Wie Initiatorin Kathrin Kohl MDR THÜRINGEN sagte, hat die Caritas bereits 109 Briefe erhalten. Sie stammen von der Evangelischen Grundschule in Mühlhausen. Die Mädchen und Jungen aus der ersten bis vierten Klasse haben jeweils einen Brief geschrieben. Darin stellen sie sich selbst vor, ihre Hobbys und Wünsche.

Fünf Kinder in der Schule
Kinder der Evangelischen Grundschule in Mühlhausen haben die Briefe aufgesetzt. Bildrechte: MDR/Claudia Goetze

Einige Kinder haben Blumen und Regenbogen gemalt, Gedichte sowie Witze aufgeschrieben. Auch die Worte "Vertrauen", "Hoffnung" und "Mut" sind in den Briefen zu finden. Die Caritas hatte vor wenigen Wochen zu "Post für Dich" aufgerufen. Insgesamt drei Heime in Mühlhausen sollen die liebevoll gestaltete Post erhalten.

Ein handschriftlich geschriebener Brief eines Kindes.
Einer der "Post für Dich"-Briefe von Charlotte aus der vierten Klasse. Bildrechte: MDR/Claudia Götze

Mühlhausen: "Post für Dich" soll weiterlaufen

Die Aktion wird fortgesetzt, so Kohl. Damit könnten noch mehr ältere Menschen überrascht werden. In Zeiten ohne Kontakt und Besuch sei das für die älteren Menschen besonders wichtig.

Post für dich
Die ersten Briefe sind in einem Heim in Mühlhausen angekommen. Bildrechte: MDR/Claudia Goetze

Quelle: MDR THÜRINGEN/ls

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 01. März 2021 | 18:30 Uhr

6 Kommentare

helmut57 vor 5 Wochen

Maennlein: Ich habe lediglich eine Anfrage gestellt, daß ich mit 3 Altenheim Bewohnern gerne in Briefkontakt stehen möchte. Und da freue ich mich schon. Die Pflegedienst Leitung wird schon wissen, wer im Einzelfall noch selbst lesen kann.

MAENNLEiN-VON-DiESER-WELT vor 5 Wochen

Für 3 Bewohner:innen "beworben"... Werden jetzt also auch noch
die Menschen und ihre Kontakte "versteigert" ? Liest sich jedenfalls
irgendwie "merkwürdig" ....

Es ist wirklich sehr bedauernswert, dass ich nicht mehr persönlich im Gespräch
sein kann - während meiner Besuche in Gottesdiensten in den Heimen und Einrichtungen, die ich vor Corona oft pflegte.

Viele der Menschen, die ich bislang begleitet habe, können leider nicht selbst lesen und auch nicht mehr schreiben. Viele von ihnen haben keine Angehörigen mehr...

Hoffentlich erfahre ich nicht erst aus der Zeitung, dass sie nicht mehr sind.
Hoffentlich geht es ihnen " den Umständen entsprechend " gut.
Hoffentlich gelingt uns der Neustart - irgendwann.
Hoffentlich kommen Ihre Briefe gut an.

Wirklich schön, dass es so etwas gibt !!

helmut57 vor 5 Wochen

Ein Gebet kann vielleicht unterstützen. Auch die Diakonie bietet diesen Briefverkehr an. Ich habe mich am Freitag für 3 Altenheim Bewohner beworben, obwohl ich nicht im Kindesalter mehr bin. Nicht Einsam zu sein, ist gerade jetzt von großem Wert. Ein paar liebe Zeilen wirken manchmal Wunder und kostet außer eine Zuwendung nur eine Briefmarke.

Mehr aus der Region Nordhausen - Heiligenstadt - Mühlhausen - Sömmerda

Mehr aus Thüringen