Demonstrationen Proteste gegen Energiepolitik vor allem in Ostthüringen

Erneut sind in Thüringen Menschen auf die Straßen gegangen, um etwa gegen die Energie-, Corona- und Russland-Politik der Bundesregierung zu demonstrieren. Nach Angaben der Polizei wurden am Montagabend in 40 Städten und Gemeinden etwa 15.000 Menschen gezählt - und damit erneut weniger als vor einer Woche. Etwa die Hälfte der Kundgebungen sei angemeldet gewesen.

Der Schwerpunkt der Proteste lag laut Polizei in Ostthüringen. Demnach waren in Altenburg etwa 1.700 Demonstranten auf der Straße, in Gera etwa 1.000 und in Saalfeld und Sonneberg zusammen knapp 1.000. Erneut waren Anhänger der rechtsextremen Kleinpartei "Freie Sachsen" unter den Demonstranten, die mit Bannern, Fahnen und Trommeln durch die Innenstädte zogen.

Protest mit Bürgermeister in Bad Langensalza

Etwa 400 Menschen folgten in Bad Langensalza einem privaten Aufruf von Bürgermeister Matthias Reinz (parteilos). Sie fanden sich zu einer Demonstration auf dem Neumarkt ein. Reinz sagte, dieses Veranstaltungsformat sei "genau richtig". Ruhig und friedlich könne man seinem Kummer Luft sowie in Richtung Erfurt und Berlin Druck machen.

Menschen mit Schildern auf einer Demonstration.
Schon vor einigen Wochen waren in Bad Langensalza mehrere Hundert Menschen einem privaten Aufruf des Bürgermeisters zum Protest gefolgt. (Archivbild) Bildrechte: MDR/Claudia Götze

Demonstriert wurde auch in Weimar und Erfurt, wo jeweils mehrere Hundert Menschen auf die Straße gingen. Wegen der Kundgebungen kam es zu Verkehrseinschränkungen. Bei einem Umzug in Eisenach wehten neben Fahnen mit Friedenstauben auch Russland-Fahnen.

Landesweit wurden insgesamt drei Strafanzeigen aufgenommen.

Mehr über die Proteste in Thüringen

MDR (CGo/kk/co/mm)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 14. November 2022 | 21:00 Uhr

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Wettermoderator Marc Neblung 2 min
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