Landwirtschaft Trotz Preissenkung: Betrieb aus Herbsleben verkauft weniger Spargel

Die Thüringer kaufen offenbar weniger heimischen Spargel als in den Vorjahren. So ist der Absatz der Agrargesellschaft Herbsleben im Unstrut-Hainich-Kreis nach eigenen Angaben um etwa 30 Prozent gesunken. Der Betrieb ist einer der wichtigsten Spargelanbauer in Thüringen.

Frischer Spargel wird präsentiert im einem Hoflafden.
Im Hofladen des Spargelhofs Kutzleben wird frischer Spargel bei der Eröffnung der Spargelsaison präsentiert. Der Unstrut-Hainich-Kreis ist mit den Anbaubetrieben in Kutzleben und Herbsleben Thüringens bekannteste Spargelregion. Bildrechte: dpa

Dabei werde der Spargel mit Preisen zwischen sechs und zwölf Euro pro Kilogramm günstiger angeboten als 2021, sagte Produktionsleiter Matthias Joest.

In Herbsleben bereits zwei Spargel-Felder umgepflügt

Weil weniger Spargel verkauft wird, wurden Anfang Mai bereits zwei große Felder in Herbsleben umgepflügt, die noch zwei Jahre getragen hätten. Wegen der allgemein gestiegenen Preise für Energie, Grundnahrungsmittel und Kraftstoff rechnet der Betrieb damit, dass die Verbraucher auch im kommenden Jahr weniger Spargel kaufen, so Joest.

Im März hatten die Spargelbauen aufgrund des höheren Mindestlohns sowie gestiegener Energie- und Düngemittelpreise noch mit einem höheren Spargelpreis gerechnet.

MDR sv/(rom)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 11. Mai 2022 | 07:30 Uhr

25 Kommentare

astrodon vor 12 Wochen

@0000: "Gerade kleine Einkommen spüren das jetzt,... "die waren aber noch nie die Zielgruppe für die einheimischen Spargelbauern. Und andere halten das Geld denn mal etwas mehr zusammen.

MDR-Team vor 12 Wochen

Werte User/innen,

Wir bitten Sie darum, dass Sie die Diskussion in einem sachlichen Rahmen weiterführen und beim Thema des Beitrages bleiben.

MDR THÜRINGEN - Online-Redaktion

astrodon vor 12 Wochen

@0000: "...der Staat mit seiner Steuerschraube triebt die Inflation an, deshalb können sich viele nur bedingt was leisten , trotz Arbeit." - das st, mit Verlaub, absoluter Schwachsinn.
Einkommenssteuer und Sozialabgaben machen seit 20 Jahren den selben Prozentsatz aus, Mehrwehrtsteuer ist seit 15 Jahren bei 19%, der ermäßigte Satz sei 1983 (!) bei 7%. Selbst die Mineralösteuer ist seit 2003 konstant.
Wo bitte ist da die immer wieder herbei fabulierte "Steuerschraube " ?

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