Wildschwein-Plage Kilometerlanger Elektrozaun im Hainich geplant

Wegen der Wildschwein-Plage im Hainich soll ein zwei Kilometer langer Elektrozaun gebaut werden. Darauf haben sich am Donnerstagabend Landwirte, Nationalparkverwaltung und Jäger in Oberdorla im Unstrut-Hainich-Kreis geeinigt. Bürgermeister Christian Hecht (parteilos) hatte zum Dialog eingeladen. Anlass waren die Schäden im Revier Kammerforst. Dort hatten in den vergangenen beiden Jahren Wildschweine mehr als 130.000 Euro Schaden angerichtet, um die sich der betroffene Landwirtschaftsbetrieb und die Jagdgenossenschaft mittlerweile streiten.

Wildschweine mit Frischlingen im Nationalpark Hainich.
Wildschweine mit Frischlingen im Nationalpark Hainich. Bildrechte: MDR/Nationalparkverwaltung Hainich

Jadg am Rand des Nationalparks Hainich

Der Elektrozaun soll Mais, Raps und Weizen im Revier Kammerforst vor hungrigen Wildschweinen schützen. Unterbrochen durch Schneisen für Hochsitze soll er die Eindringlinge stoppen und das Jagen erleichtern. Offen ist noch, wer die Kosten von 10.000 Euro trägt.

Außerdem hat der Nationalpark inzwischen die Jagdruhe aufgehoben, sagte Nationalparkchef Manfred Großmann. Erstmals darf im Randstreifen des Schutzgebietes ganzjährig auf Schwarzwild geschossen werden. Geplant sei auch, Sauen mit Kisten einzufangen und zu töten. Mehr als 2.500 Wildschweine leben im Nationalpark. Zu Hunderten plündern sie regelmäßig die benachbarten Felder.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jni

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 09. April 2021 | 19:00 Uhr

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