Schienennetz Bahnknoten Gößnitz im Altenburger Land kann ausgebaut werden

Ab Frühjahr 2022 kann die Bahn rund um den Bahnhof Gößnitz im Altenburger Land auf sechs Kilometern Länge Gleise und Weichen tauschen und ein elektronisches Stellwerk bauen. Das Projekt ist jetzt genehmigt worden.

Dieseltriebwagen von DB Regio im Bahnhof von Gößnitz im Altenburger Land.
Dieseltriebwagen von DB Regio im Bahnhof von Gößnitz im Altenburger Land. Bildrechte: Deutsche Bahn AG/Holger Stein

In Gößnitz im Altenburger Land ist der Weg frei für den Um- und Ausbau des Eisenbahnknotens. Nach Angaben der Deutschen Bahn hat das Eisenbahn-Bundesamt das Projekt genehmigt. Die Bauarbeiten sollten im Frühjahr 2022 beginnen. Auf sechs Kilometern Länge würden Gleise und Weichen erneuert und außerdem neue Schallschutzwände und ein elektronisches Stellwerk gebaut. Zudem sollen auf dem Gößnitzer Bahnhof zwei zusätzliche Bahnsteige und eine Brücke über den Moorbach entstehen.

Meilenstein für Sachsen-Franken-Magistrale

Wie der Gößnitzer Bürgermeister Wolfgang Scholz (parteilos) MDR THÜRINGEN sagte, ist das Projekt ein weiterer Meilenstein beim Ausbau der sogenannten Sachsen-Franken-Magistrale. Damit würden die technischen Voraussetzungen für Geschwindigkeiten von 160 km/h für den Personenverkehr geschaffen. Das bedeute in naher Zukunft unter anderem eine deutlich kürzere Fahrtzeit zur S-Bahn-Anbindung in Leipzig.

Eidechsenhabitate werden angelegt

Außerhalb der Baustelle werden derzeit Eidechsenhabitate angelegt. Diese sind Bestandteil der umweltpflegerischen Begleitmaßnahmen des Projekts. Die Tiere werden vor Beginn der Bauarbeiten eingesammelt und dorthin umgesiedelt.

Stichwort: Eisenbahnknoten Gößnitz Nördlich und südlich des Bahnhofs von Gößnitz vereinen und trennen sich mehrere Eisenbahntrassen, die unter anderem nach Leipzig, Gera, Zwickau, Chemnitz und ins fränkische Hof führen. Der Ausbau des Bahnknotens gehört zum Bahnprojekt Ostkorridor Mitte, bei dem zwischen Halle/Leipzig und Hof hunderte Kilometer Gleise und elektrische Oberleitung erneuert sowie Bahnhöfe und Brücken saniert und modernisiert werden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten Ostthüringen | 05. Mai 2021 | 13:00 Uhr

9 Kommentare

GEWY vor 20 Wochen

Hallo MDR-Team, Dank für die Erklärung. Liegt doch sehr nahe an meinen Vermutungen. Na ja eben DBAG. Durch vermischen und verklären solcher Begriffe wird eben viel Unsicherheit und Durcheinander erzeugt. Dann wundert man sich wenn die Leute mürrisch werden. Im weitesten Sinne hat die DBAG mit ihren über 100 Teilbetrieben ja auch föderale Strukturen. Wie die in Deutschland "funktionieren" wissen wir ja. Keiner macht was er soll, jeder macht was er will, alle machen mit.

ABG vor 20 Wochen

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass man mit dem Begriff Sachsen-Franken-Magistrale die tatsächlichen Ausmaße und Auswirkungen (insbesondere für die Anwohner) des in Wirklichkeit gebauten Ostkorridors, der wiederum Bestandteil des Skandinavien-Mittelmeer-Korridors ist, gut verschleiern kann?

Ritter Runkel vor 20 Wochen

Auch die Bahn mus endlich an ihrer CO2-Bilanz gemessen werden. Die CO2-Emissionen des Energiebedarfs sind nur ein kleiner Teil der Gesamtemissionen.
In der CO2-Bilanz schneidet vor allem der Hochgeschwindigkeitsverkehr nicht gut ab, aber auch andere elektrifizierte Strecken erzeugen mehr CO2-Fußabdruck durch Masten, Fundamente, Unterwerke, Fahrleitungen, Überland-Stromtrassen usw.
Die Bahn muss wieder einfacher, langsamer und zuverlässiger werden. Zum Beispiel mit oberleitungsfreien Antrieben und klimafreundlichen Energieträgern, die in den Startlöchern stehen. Doch die Bahn elektrifiziert lieber und zwar auf Kosten des Steuerzahlers, das bringt ihr den meisten Gewinn.

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