Schreibmaschinen-Kunst Altenburg: Bedeutender Kunstpreis an Ruth Wolf-Rehfeldt verliehen

Die Künstlerin Ruth Wolf-Rehfeldt hat am Samstag den Gerhard-Altenbourg-Preis des Lindenau-Museums in Altenburg erhalten. Zur Verleihung dieser bedeutendsten Kunstauszeichnung Thüringens wurde auch eine Ausstellung mit Werken der Berliner Künstlerin eröffnet. Der Kunstpreis ist mit 50.000 Euro dotiert, wovon 10.000 Euro als Preisgeld ausgegeben werden. Die übrige Summe wurden für die Schau und einen Katalog genutzt.

Grafiken mit Schreibmaschine geschaffen

Wolf-Rehfeldt erlangte vor allem durch ihre Schreibmaschinen-Grafiken Bekanntheit. Die gelernte Bürokraft begann in den 1970er-Jahren, mit ihrer "Erika"-Schreibmaschine Zeichen, Zahlen und Buchstaben auf Papier zu Bildern zu verdichten. So schuf sie abstrakte Kompositionen, aber auch Formen wie Schmetterlinge, Schuhe oder Wellen. Der Direktor des Lindenau-Museums Altenburg, Roland Krischke sagte zur Preisverleihung, der Freiheitsdrang der Künstlerin habe in ihren außergewöhnlichen Kunstwerken einen Ausdruck gefunden.

Künstlerin Ruth Wolf-Rehfeldt während Verleihung des Altenbourg-Kunstpreises
Preisverleihung am Samstag in Altenburg: Die Berliner Künstlerin Ruth Wolf-Rehfeldt wurde mit dem Gerhard-Altenbourg-Kunstpreis geehrt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Ausstellung in Altenburg zeigt knapp 200 Werke

Die Retrospektive in Altenburg wirft einen umfangreichen Blick auf das Wirken der heute 89-Jährigen, die ihre künstlerische Arbeit nach dem Fall der Berliner Mauer einstellte. Vom 26. September bis 14. November würdigt die Schau alle Schaffensphasen der in Wurzen geborenen und in Berlin lebenden Wolf-Rehfeldt. Gezeigt werden knapp 200 Exponate. Zu besichtigen sind neben ihren Schreibmaschinen-Arbeiten auch Collagen und Malereien, die bislang nur wenig in der Öffentlichkeit bekannt sind. Die Ausstellung wurde durch eine Vielzahl an Leihgaben unter anderem aus Galerien und Museen aus Berlin, Bremen, Cottbus und Schwerin ermöglicht.

Mit dem Gerhard-Altenbourg-Preis werden seit 1998 im zweijährigen Turnus herausragende Künstler für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Die Auszeichnung ist nicht an Landesgrenzen gebunden. Die Entscheidung, Ruth Wolf-Rehfeldt auszuzeichnen, hatte das Kuratorium des Kunstpreises bereits Ende 2020 gefällt. Benannt ist der Preis nach dem 1989 verstorbenen Gerhard Altenbourg, der in der Ostthüringer Stadt lebte und arbeitete.

Quelle: MDR THÜRINGEN/uka

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 25. September 2021 | 19:00 Uhr

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