Kulturgut Altenburg würdigt Karl May mit neuer Skat-Edition

Reizen, Stechen, Kontra geben: In Altenburg sind drei neue Skat-Editionen erschienen. Erstmals ist ein Karl-May-Skat mit deutschem Blatt erschienen, das historische Fotos aus Mays Leben zeigt. Präsentiert wurden außerdem das Berliner-Originale-Skat und das Skat 1964 von ASS Altenburger.

Historische Spielkarten der Vereinigten Altenburger und Stralsunder Spielkarten-Fabriken AG
Historische Altenburger Spielkarten: In Altenburg wurden drei neue Skat-Editionen aufgelegt. Bildrechte: IMAGO / Harald Lange

Die Tourismus GmbH Altenburg hat am Dienstag drei neue Auflagen des Skatspiels präsentiert. In Kooperation mit dem Karl-May-Museum in Radebeul entstand erstmals ein Karl-May-Skat mit deutschem Blatt, welches historische Fotos aus Mays Leben zeigt. Zudem gibt es Skatkarten mit Berliner Originalen und eine Wiederauflage eines Traditions-Skatspieles aus dem Jahr 1964. Alle drei Editionen sind in jeweils 1.000 Exemplaren in der ASS Altenburger Spielkartenfabrik gedruckt worden.

Skatblatt mit Karl May

Eine Skatkarte mit einem Bild von Karl May.
Das Karl-May-Skat Bildrechte: Altenburger Tourismus GmbH/Claudia Wolter

Nach Angaben der Tourismus GmbH wird das Karl-May-Skat vor allem im Radebeuler Karl-May-Museum verkauft - verbunden mit einer Spende für den dortigen Museumsneubau.

Der Geschäftsführer der Karl-May-Museum gGmbH sagte laut Mitteilung, das Skat-Spiel sei ein perfektes Medium, um die aktuelle Diskussion um den Schriftsteller und seine Geisteshaltung im Spannungsfeld zwischen seiner Zeit und unserem Heute neu zu beleuchten. Außerdem sei Karl May selbst ein begeisterter und guter Skatspieler gewesen.

Mit Berliner Originalen punkten

Eine Skatkarte einer Königin.
Das "Berliner Originale"-Skat Bildrechte: Altenburger Tourismus GmbH/Claudia Wolter

Mit den Skatkarten "Berliner Originale" will die Tourismus GmbH Altenburg in Berlin punkten, da dies für die Altenburger Touristiker ein wichtiger Quellmarkt sei. Das Spiel wird bei dortigen Partnern nach dem Weihnachtsgeschäft angeboten. Gezeichnet wurden die Karten von Susanne Jura.

Coronabedingt hatte man rund drei Jahre lang mehrere von Ihren Spielkartenideen getestet. Durchgesetzt haben sich demnach die gezeichneten Artisten, Straßenmusikanten, Blumenmädchen und deren Chronist Heinrich Zille aus dem Berlin der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.

Skat aus dem Jahr 1964

Das Cover eines Skatspiels.
Das Skat-1964 Bildrechte: Altenburger Tourismus GmbH/Claudia Wolter

Die dritte neue Auflage heißt Skat-1964. Dabei handelt es sich um eine Wiederauflage des Altenburger Originals aus dem Archiv von ASS Altenburger: eine Skatkarte, die 1964 zum ersten Mal gedruckt wurde.

Sie reiht sich mit dem "Skat mit Damen", der "Kongresskarte" und den "Darlings Editionen" Rommé und Skat in die Serie der Altenburger Spielkarten ein, die ein Teil Stadtgeschichte sind.

MDR (KaBe/mmm)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 15. November 2022 | 17:30 Uhr

4 Kommentare

kleiner.klaus77 vor 2 Wochen

Also bei mir richtet sich das Kartenblatt nach dem Kartenspiel was ich spiele, da kann es schon mal ein bayerisches Blatt, ein doppeldeutsches Blatt, ein schweizerisches Blatt etc sein. Niemals verwende ich aber Spielkarten mit dem heutigen AltenburgerBlatt, denn dieses Blatt gefällt mir von der Gestaltung nicht.

Harka2 vor 2 Wochen

Altenburger Spielkarte mit deutschem Blatt - ja, so sollte es sein. Rückseite Kornblume ist ein muss. Alles andere ist überflüssig. Wir können gerne darüber diskutieren ob die Dame eine Dame oder ein Ober ist - alles andere dürfen die Künstler unter sich ausdiskutieren. Mein Skatblatt ist ein wenig älter und hat eine Dame. Karl May oder sonstwer gehört da nicht hin. Wir können uns gerne mit den Bayern über Kompromisse unterhalten, aber das französische Blatt geht da mal gar nicht.

Ralf G vor 2 Wochen

Haben die Vertreter der Bessermenschlichkeit Karl May nicht erst kürzlich die Aneignung fremden Kulturgutes vorgeworfen?
Gegen diese Verkrampftheit rassenbezogenen Denkens ist die Aktion der Tourismus GmbH geradezu erfrischend. Gut gemacht.

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