Virus Mehrere Kreise in Thüringen zu Schweinepest-Risikogebieten erklärt

Die Afrikanische Schweinepest ist näher an Thüringen herangerückt. Deshalb sind mehrere Landkreise östlich der Autobahn A9 zum Risikogebiet erklärt worden. Bei der Afrikanischen Schweinepest handelt es sich um eine Viruserkrankung, die für Schweine fast immer tödlich endet.

Veterinäre eines Bergungsteams untersuchen in Schutzanzügen ein totes Wildschwein
Alle tot aufgefundenen Wildschweine müssen in Thüringen gemeldet und untersucht werden. Bildrechte: dpa

Mehrere Landkreise in Thüringen sind mit Blick auf die Afrikanischen Schweinepest (ASP) zum Risikogebiet erklärt worden. Zunächst betrifft das die Landkreise Altenburger Land, Greiz, die Stadt Gera sowie die Teile des Saale-Orla-Kreises, die östlich der Autobahn A9 liegen, wie das Gesundheitsministerium am Montag in Erfurt mitteilte.

Hintergrund sei das Auftreten der Afrikanischen Schweinepest im sächsischen Landkreis Meißen Mitte Oktober, womit die Krankheit erneut näher an Thüringen rücke. "Die verstärkten Maßnahmen sind notwendig, um insbesondere einen Eintrag des ASP-Virus in Hausschweinbestände vorzubeugen", sagte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke).

Afrikanische Schweinepest - tödliches Virus

Bei der Afrikanischen Schweinepest handelt es sich den Angaben zufolge um eine Viruserkrankung, die für Schweine fast immer tödlich endet. Ein Ausbruch der Krankheit würde massive Auswirkungen auf den Bestand sowohl bei Wild- wie bei Hausschweinen haben.

Eine weitere Verbreitung solle unbedingt vermieden werden, hieß es. Für den Menschen ist ASP laut Gesundheitsministerium ungefährlich.

Meldepflicht in Thüringen

Alle tot aufgefundenen Wildschweine müssen in Thüringen gemeldet werden. Das Gleiche gilt für solche Tiere, die bei Unfällen getötet wurden, oder für erlegte Wildschweine, die bestimmte Merkmale aufweisen.

Als "zusätzliche Sicherheit" beginne man ab sofort ergänzend zur Fallwilduntersuchung ein Monitoring aus Blutproben in speziell ausgewiesenen Zonen entlang der Landesgrenze, sagte Werner. Sie rief zudem alle Schweinehalterinnen und Schweinehalter auf, die notwendigen Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten und ihre Bestände vor einem Eintrag zu schützen.

Quelle: MDR(gh)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 15. November 2021 | 18:00 Uhr

2 Kommentare

Stefan Der vor 26 Wochen

@kleinerfrontkaempfer: Wohl eher der Steuerzahler. Ich höre schon jetzt das Gejammer der Fleischindustrie nach Hilfen. Ich, als langjähriger Vegetarier und heutiger Veganer muss diese Hilfen dann mit finanzieren. Wenn ich schon höre ein "Familienbetrieb" mit 11.000 Schweinen (aktuelle in Sachsen betroffen). Die Schweine werden jetzt alle umgebracht. Schuld hat der Billigfleischkonsument, aber dem ist offensichtlich egal.

kleinerfrontkaempfer vor 26 Wochen

Mit dem Vordringen der ASP war zu rechnen. Schutzzäune sind halt nur als Alibimaßnahme tauglich. Und nun wird es wohl richtig hart werden für Produzenten und Verbraucher. Überproduktion und gescheiterte Exportstrategie müssen kompensiert werden. Da zahlt dann der letze in der Reihe die Zeche: der Kunde.

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