Kunstsammlung Gera: Einigung im Streit um Dix-Werke

Der Streit um das rechte Licht für die Kunstwerke von Otto Dix wird schon seit Langem geführt. Vor wenigen Wochen drohte die Otto-Dix-Stiftung der Stadt Gera erneut damit, ihre Dauerleihgaben zurückzufordern, sollten sie nicht entsprechend präsentiert werden. Nun scheint es aber Einigung zu geben.

Ein junger Mann sieht sich 2018 Gemälde des Malers Otto Dix an.
Die Gemälde von Otto Dix werden auch in Zukunft in Gera zu sehen sein. Bildrechte: dpa

Im Streit um die Werke des Künstlers Otto Dix haben sich die Stadt Gera und die Otto-Dix-Stiftung geeinigt. Wie die Stadt mitteilte, laufen derzeit letzte Vertragsabstimmungen. Die Dauerleihgaben bleiben Verwaltungsangaben zufolge erhalten und bekommen ein "würdiges Ambiente".

Genauere Details wurden nicht genannt. Im Januar soll es dazu einen Stadtratsbeschluss geben.

Streit um die richtige Präsentation

Die Otto-Dix-Stiftung mit Sitz in Liechtenstein hatte immer wieder gedroht, die Dix-Werke aus Gera abzuziehen. Hintergrund ist, dass die Werke nicht ansprechend präsentiert würden. Die Dix-Stiftung brachte wiederholt die Orangerie ins Gespräch. Dort verfügt aber nur der Nordflügel über eine automatische Klimaanlage, die für die Ausstellung der Werke von der Stiftung verlangt wird.

Die Geraer Otto-Dix-Sammlung umfasst derzeit mehr als 580 Werke, darunter Zeichnungen und Pastelle, Aquarelle und Skizzen.

MDR (ts)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN – Das Radio | 07. Dezember 2022 | 23:00 Uhr

1 Kommentar

Harka2 vor 8 Wochen

Die Stadt sollte froh sein, eine auf eine derart umfangreiche Sammlung eines so großen Künstlers zurückgreifen zu können. Es ist ja wahrlich nicht so, als ob Gera für seine viele bekannten Museen, Denkmäler und Kunstwerke international bekannt ist. Im Gegenteil, außerhalb Thüringens dürfte es den meisten Bundesbürgern schwer fallen, auf einer Deutschlandkarte Gera zu finden (zumal die Stadt Gera nicht wie z.B. Erfurt an der Gera liegt).

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