Aujeszkysche Krankheit Seltene Tierseuche gefährdet Haustiere in der Region um Gera

In der Region um Gera haben Experten bei einem toten Wildschwein die Aujeszkysche Krankheit nachgewiesen. Nun empfiehlt das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt der Stadt, Haustiere nur noch kontrolliert ins Freie zu lassen und Hunde anzuleinen.

Wildschwein schaut hinter einem Baum hervor.
Die aujeszkysche Krankheit wurde in der Region um Gera bei einem Wildschwein festgestellt. Bildrechte: imago images / blickwinkel

Die Stadt Gera warnt Katzen- und Hundebesitzer vor einer gefährlichen Seuche: Die Stadt teilte mit, dass die virusbedingte, hochansteckende und weltweit verbreitete Aujeszkysche Krankheit bei einem Wildschwein nachgewiesen wurde. Demnach weisen erkrankte Tieren einen starken Juckreiz und zentralnervöse Symptome auf - ein Krankheitsbild, das "Pseudotollwut" genannt wird. Für Menschen sei eine Infektion mit dem Aujeszky-Erreger ungefährlich.

Sollten Haustiere von dem Virus befallen sein, empfehlen Experten den Haltern, mit ihren Tieren den Tierarzt aufzusuchen - allerdings kann dieser nur die Symptome lindern. Heilbar ist die Krankheit nicht, für Katzen und Hunde endet sie immer tödlich. Hunde sollten daher nicht unbeaufsichtigt durch den Wald laufen.

Virus kann in Schweinefleisch enthalten sein

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt der Stadt Gera weist darauf hin, dass das Virus unter anderem in unbehandeltem Schweinefleisch enthalten sein kann. Da der Erreger für Menschen ungefährlich ist, wird das Fleisch vor der Auslieferung in den Handel darauf nicht untersucht.

Quelle: MDR (tt),dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 30. Dezember 2021 | 07:30 Uhr

0 Kommentare

Mehr aus der Region Gera - Altenburg - Zwickau

Mehr aus Thüringen

Ein junger Mann steht rechts vor einem Bild und schaut lächelnd in die Kamera. 2 min
Bildrechte: MDR/Conny Mauroner
2 min 23.01.2022 | 16:14 Uhr

Sich dem Thema Corona zu entziehen ist in diesen Zeiten nicht einfach. Jeder von uns geht anders damit um. Einen kreativen Zugang hat ein Weimarer Intensivpfleger gefunden. Reporterin Conny Mauroner hat ihn besucht.

MDR THÜRINGEN - Das Radio So 23.01.2022 09:41Uhr 01:47 min

https://www.mdr.de/mdr-thueringen/audio-intensivpfleger-malt-corona-bilder-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio