Nach sieben Jahren Insolvenz der Stadtwerke Gera vor Abschluss

Sieben Jahre nach der Insolvenz der Stadtwerke Gera ist die letzte Beteiligung verkauft worden. Damit rückt das Ende des Insolvenzverfahrens näher.

Nach Angaben eines Sprechers des Insolvenzverwalters Michael Jaffé hat das Unternehmen Veolia nun die Stadtwerke-Holding komplett übernommen. Demnach seien die letzten verbliebenen 25,1 Prozent Anteile des Geraer Entsorgungsunternehmens GUD an Veolia verkauft worden, wie er am Dienstag mitteilen ließ.

Radfahrer fahren über die Untermhäuser Brücke bei strahlendem Sonnenschein, im Hintergrund die Marienkirche.
Gera ist seit Jahren wegen immenser Schulden in einer finanziell prekären Lage (Symbolfoto). Bildrechte: dpa

Mit dem Verkauf der letzten GUD-Anteile werde der Abschluss des Insolvenzverfahrens der Stadtwerke weiter vorangetrieben. Um das gesamte Insolvenzverfahren endgültig zu beenden, würden derzeit noch letzte Ansprüche von Gläubigern gerichtlich geklärt.

Den Insolvenzantrag hatte die Stadtwerke-Holding im Sommer 2014 gestellt. Ihre Unternehmen waren unter anderem zuständig für Energieversorgung, Entsorgungs- und Umweltdienstleistungen und den städtischen Nahverkehr. Die einzelnen Unternehmen der Stadtwerke beschäftigten etwa 1.000 Mitarbeiter und setzten insgesamt rund 200 Millionen Euro um.

Quelle: MDR/sar, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 23. März 2021 | 07:30 Uhr

2 Kommentare

Thueringer Original vor 31 Wochen

Der Stoff, warum es zur Insolvenz kam und wer davon profitiert hat und wer Verluste erlitten hat, wäre bestimmt einen längeren Beitrag im MDR wert. So aber erfährt man recht wenig.

Harka2 vor 31 Wochen

Also jetzt mal ernsthaft, Gera ist jetzt nicht so für seine architektonische Schönheit bekannt, aber wenn ihr mal wieder ein Bild zu Gera braucht, meldet euch. Ich hätte da ein paar schönere und typischere im Angebot. Nicht nur der Markt mit den Rathaus zeugt vom einstigen Glanz dieser inzwischen vergessenen Ressidenzstadt.

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