Fußball Hohe Betriebskosten, keine Förderung: FC Motor Zeulenroda vor dem Aus?

Angesichts der steigenden Betriebskosten will der FC Motor Zeulenroda den Spiel- und Trainingsbetrieb einstellen. Das teilte der Fußballverein mit. Laut Vorstand ist der Club aktuell der einzige Verein in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft im Ort, der keine finanzielle Unterstützung von der Stadt bekommt.

Gruppenfoto Herrenmannschaft FC Motor Zeulenroda.
Der Fußballverein erhält keine Förderung der Stadt. Bildrechte: Manuel Sengewald

Das stehe im Widerspruch zum Sportfördergesetz des Landes, wonach der öffentliche Träger, in diesem Fall die Stadtverwaltung, die Betriebskosten vollständig übernehmen müsse, heißt es. Das Sportfördergesetz trat am 1.1.2019 in Kraft.

Spielbetrieb nur bis zum 4. Dezember

Nach Informationen von MDR THÜRINGEN kann der Verein die von 8.000 auf 15.000 Euro gestiegenen Kosten für Wärme und Strom nicht durch Sponsoren und Mitgliedsbeiträge decken. Noch bis zum 4. Dezember will der Verein den Trainings- und Spielbetrieb aufrechterhalten. Danach bleibt die Sportstätte geschlossen - bis Ende März 2023.

Gruppenfoto E-Junioren des FC Motor Zeulenroda.
Die E-Junioren des FC Motor Zeulenroda. Bildrechte: Manuel Sengewald

Sollte bis Jahresende keine Lösung gefunden werden, droht nach Angaben des Vorstands die Insolvenz und damit das Ende des Vereins. Vorstand Uwe Grube sagte MDR THÜRINGEN, die Stadt habe trotz mehrerer Treffen seit Mai keinen bindenden Vorschlag unterbreiten können.

Von 2003 bis 2013 hatte der Fußballverein einen Betriebskostenzuschuss von der Stadt erhalten. In den Jahren danach stemmte er die Kosten alleine. Laut Grube ist das nun nicht mehr möglich. Die Gründe seien ein Minus durch Corona im vergangenen Jahr und die steigenden Energiekosten.

MDR (dvs/cfr)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 21. November 2022 | 13:30 Uhr

5 Kommentare

Schimmerkind vor 1 Wochen

Ein seit 2019 bestehendes Gesetz wird von der Stadt nicht angewendet! Was läuft da schief, Herr Hammerschmidt? Erst die Jugendförderung und jetzt der Sport?! Aber Hauptsache es werden mehrere Zehntausend in eine neue Stadthalle geballert und Millionen in das Waikiki, deren Mitarbeiter für die Zeit der Schließung an "Unternehmen in der Region ausgeliehen werden" (so zumindest die Aussage im Bericht des MDR Fernsehen). Das Essengeld in Kindertagesstätten wird verdoppelt und Kommunalrecht missachtet, da befangene Stadträte mit abstimmen für die eigenen Kitas. Kein Geld für Kinder und Jugend, aber für Prestigeobjekte! Hauptsache es werden Fahrtkosten wiederholt falsch abgerechnet und dann als Spende zurück überwiesen! Sie sind nicht mehr mein Bürgermeister!

IrmaLoewe vor 1 Wochen

Leute, das ist nicht lustig, und ihr könnt gar nicht wissen, was bisher unternommen wurde um alle finanziellen Forderungen zu bedienen!
Letzt endlich stehen jetzt alle Bereiche des Sportvereins vor dem Aus - und das wird nicht der einzige Verein bleiben!
Kinder-, Jugend-, Erwachsenenmannschaften werden ins Abseits gestellt!
Ein Verein mit einer langen Geschichte!
Das ist einfach nur traurig und spottet jedem Ehrenamtlichen hier, der sein Herzblut für die Vereinsarbeit hergibt.

Tamico161 vor 2 Wochen

Mir scheint als hätte dieser Verein die Worte unseres Altbundespräsidenten und Bürgerrechtler der letzten Stunde, Joachim Gauck nicht verstanden? Frieren für die Freiheit ist angesagt und notfalls muß eben auch mal der Waschlappen nach dem Spiel reichen!

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