Ein Mann am Klavier, im Hintergrund ein blondes Mädchen
Mit ihrem Gesangslehrer Ingo Hufenbach übt Mäxine seit Jahren Gesang. Bildrechte: MDR/Johanna Ratz

"Immer wieder sonntags" Mit zehn Jahren auf der TV-Schlagerbühne: Mäxine aus Greiz

30. Juni 2024, 06:08 Uhr

Der Traum von der großen Bühne geht für die zehnjährige Mäxine aus Greiz in Erfüllung. Am Sonntag darf sie in der Fernseh-Show "Immer wieder sonntags" auftreten. Davor muss aber noch geübt werden. Ihr Gesangslehrer und Leiter der Musikschule Greiz, Ingo Hufenbach, unterstützt sie dabei.

"Als junger Drache will ich Sachen machen, die ein Alter nicht tut". Der Tabalugasong von Peter Maffay ist mittlerweile 41 Jahre alt. Mäxine Töpel ist mit ihren zehn Jahren noch viel jünger als der Song, aber sie kann ihn auswendig.

Und das hat einen guten Grund - sie darf das Lied live im Fernsehen singen. In der beliebten ARD-Sendung "Immer wieder sonntags" steht Mäxine an diesem Sonntag, dem 30. Juni, vor dem Mikrofon.

Ein blondes Mädchen schaut in die Kamera.
Erst zehn Jahre alt, aber schon ein Profi: Mäxine ist schon oft aufgetreten. Bildrechte: MDR/Johanna Ratz

Als junges Mädchen Peter Maffay-Fan

Bei so vielen Menschen im Publikum und vor dem Fernseher ist es kein Wunder, dass die Zehnjährige nervös ist. "Am meisten Angst habe ich davor, mich zu versingen. Das wäre peinlich." Damit das nicht passiert, hat sie viel mit ihrem Gesangslehrer Ingo Hufenbach geübt. "Wir haben das Stück so oft geübt, dass man es eigentlich gar nicht mehr hören kann", sagt der Lehrer im Interview mit einem Schmunzeln.

Am meisten Angst habe ich davor, mich zu versingen. Das wäre peinlich.

Mäxine

Dass Mäxine sich für das Tabaluga-Lied entschieden hat, ist kein Zufall. Peter Maffay war früher ihr Lieblingssänger. Die Zehnjährige hat seine Lieder oft gesungen, seitdem sie vor drei Jahren in die Musikschule kam.

Musik ist für sie sehr wichtig: "Durch Musik fühlt man sich frei", sagt sie mit einem Strahlen in den Augen. Auch zu Hause wird viel getanzt und gesungen. Das sei mittlerweile ein Hobby für die ganze Familie, erzählt Mäxines Mama Anika.

Gesangslehrer brachte Mäxine auf die Idee

Ihr Gesangslehrer ist mindestens so nervös wie Mäxine. Ingo Hufenbach leitet seit 2001 die Musikschule Greiz. Als ihn eine Bekannte fragte, ob er jemanden kenne, der Lust auf so einen Auftritt hätte, fiel ihm sofort seine Schülerin ein. "Man braucht auch ein gewisses Selbstbewusstsein, und das bringt sie mit", sagt Hufenbach.

Zunächst war die junge Greizerin nicht sonderlich begeistert von der Idee. "Aber dann haben alle gesagt, trau dich und versuch es wenigstens mal, und dann habe ich mich dafür entschieden." Jetzt freut sie sich auf den Auftritt und das Wochenende im Europapark. Als Begleitung hat sie sich ihre Mama, ihren Stiefpapa und ihren Bruder ausgesucht.

Man braucht auch ein gewisses Selbstbewusstsein, und das bringt sie mit.

Ingo Hufenbach

Ihr Gesangslehrer ist beim Auftritt nicht dabei. Er werde aber zu Hause vor dem Fernseher sitzen und mitfiebern, sagt Hufenbach. Mäxine wird von einem Pianisten der Show begleitet.

Ein Mann am Klavier und ein blondes Mädchen singt.
Ingo Hufenbach probt mit Mäxine Lieder von Peter Maffay ein. Bildrechte: MDR/Johanna Ratz

"Immer wieder sonntags" nicht Mäxines erster Auftritt

Dass Mäxine ein Talent für die Bühne hat, konnte sie schon oft unter Beweis stellen. Erst kürzlich stand sie in der Vogtlandhalle auf der Bühne. Genauso wie beim Park- und Schlossfest in Greiz. Dort sang sie auch das Lied von Peter Maffay.

Das ist auch der Grund, warum Mäxine immer im Training ist. "Wir arbeiten in einem konstanten Weg, indem wir Bühnenauftritte immer berücksichtigen." In der letzten Stunde vor dem TV-Auftritt erklärt er Mäxine, worauf sie im Fernsehen besonders achten muss. Dazu gehört zum Beispiel, das Mikrofon richtig zu halten. "Nicht wie eine Eistüte", lautet hier das Stichwort.

Aber nicht nur der Gesang muss am Sonntag stimmen, auch der Rest muss für den Auftritt passen. Als Mäxine die Antwort bekam, stand für sie fest: "Ich wusste sofort, dass ich ein Kleid tragen möchte. Dafür sind wir extra in die Stadt gefahren und haben ein blaues Kleid mit weißer Schleife gekauft". Dann kann beim Auftritt am Sonntag nichts mehr schiefgehen.

MDR (dvs)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 29. Juni 2024 | 19:00 Uhr

6 Kommentare

Sonnenanbeter vor 41 Wochen

Bei einer intrinsischen Motivation könnte man das in Erwägung ziehen. Hier steht allerdings der Verdacht im Raum, dass die Motivation von außen an das Kind herangetragen wurde. Kinder sollten aber nicht als Projektionsflächen herhalten, auch nicht für Bedürfnisse, Wünsche, die Erwachsenen als Kindern vielleicht selbst verwehrt wurden. "Zunächst war die junge Greizerin nicht sonderlich begeistert von der Idee. Aber dann haben alle gesagt, trau dich und versuch es wenigstens mal, und dann habe ich mich dafür entschieden." Es ist doch nachvollziehbar, dass sie nicht begeistert war. Warum wurde sie darin nicht bestätigt? Dafür gibt es ja nun wahrlich eine Vielzahl an guten Argumenten. Wenn sie (später) vielleicht mal von der "kleinen" auf die "große" Bühne wechseln will, soll sie das selbst entscheiden. Am besten in einem Alter, wo sie die Folgen auch selbst nachvollziehen und abschätzen kann...

astrodon vor 41 Wochen

@Sonnenanbeter: "ist mehr als eine Vermutung..." - sorry, aber es ist genau DAS: eine Vermutung. Zunächst wüßte ich gern, wo Sie Bedenken hegen. Was konkret sollte denn schlimmes passieren?
Wieviele Kinder in solchen Situationen kennen Sie? Wie gut wissen Sie, was die wollen? Und das aus "eigenem Antrieb"? Als Eltern merkt man recht schnell, ob anhaltendes Interesse vorhanden ist, ob die Kinder etwas gern tun - oder ob es nur ist, um "den Eltern zu gefallen".

astrodon vor 41 Wochen

@steka: "Also meinen Kindern hätte ich das nicht angetan." - Hätten Sie ihnen andererseits die Möglichkeiten verwehrt? Viele Kinder sin in hören, Musik- oder Tanzgruppen aktiv. Wenn sich dann Gelegenheiten zu Auftritten vor (großem) Publikum ergeben, warum sollten sie diese nicht wahrnehmen?

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