Ausgangsbeschränkung Kreis Greiz: Landrätin sieht sich zu strengeren Corona-Regeln genötigt

Im Corona-Hotspot Greiz gelten ab Donnerstag schärfere Regeln. Unter anderem gilt eine allgemeine Ausgangsbeschränkung. Laut Landrätin Martina Schweinsburg ist die neue Allgemeinverfügung vom Land angeordnet worden.

Testbus im Landkreis Greiz
Im Kreis seit Dienstag unterwegs: Coronatest-Bus Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Landkreis Greiz hat am Mittwoch eine Ausgangsbeschränkung für seine Einwohner verhängt. Sie dürfen ihre Wohnungen ab Donnerstag nur noch aus triftigen Gründen verlassen, etwa für Arztbesuche oder Einkäufe. Hintergrund dieser und weiterer Maßnahmen ist der Corona-Inzidenzwert des Landkreises, der bundesweit der höchste ist. Am Dienstagabend lag er nach Angaben des Robert-Koch-Institutes bei 526 Infizierten je 100.000 Einwoher. Nach Berechnungen von MDR THÜRINGEN, die auf aktuellen Angaben des Landkreises beruhen, lag er am Mittwochmittag bei 542.

Landrätin Martina Schweinsburg begründete diese hohen Werte am Dienstag mit einer intensiveren Test-Tätigkeit. Seit Dienstag ist im Landkreis ein Testbus für mobile Tests unterwegs. Die "gesundheitliche Lage" insgesamt sei trotz der höheren Infektionszahlen unverändert, sagte Schweinsburg. Die schärferen Regeln, zu denen auch ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen gehört, seien vom Land angeordnet worden.

Schweinsburg: "Landkreis wurde genötigt"

"Der Landkreis wurde zum Erlass dieser Allgemeinverfügung genötigt, wobei ich persönlich die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme nicht nachvollziehen kann. Aber ich bin als Landrätin weisungsgebunden", sagte Schweinsburg. Es müsse niemand einen langfristig geplanten Termin - ob beim Friseur, der Kosmetikerin oder in anderen unaufschiebbaren Vorhaben absagen.

"Wichtig ist, dass jeder wie bisher seine Kontakte zu anderen so gering wie möglich hält und die Hygieneregeln beachtet", sagte die Landrätin. Auch die sogenannten körpernahen Dienstleistungen seien mit dieser Allgemeinverfügung grundsätzlich erlaubt, "wenn der Kunde einen negativen Schnelltest vorweisen kann, sofern er keine qualifizierte Gesichtsmaske trägt oder im Zuge der Behandlung diese nicht durchgängig tragen kann".

Ein Hotspot im Hotspot: VG Langenwetzendorf

Regionale Infektionsschwerpunkte im Kreis sind derzeit die Gemeinde Langenwetzendorf und die Städte Greiz und Zeulenroda-Triebes. Langenwetzendorf hatte am Mittwochmittag 106 aktive Corona-Infektionen. Das ist etwa der ein Zehntel der derzeit im Landkreis infizierten Personen. Bürgermeister Kai Dittmann sagte MDR THÜRINGEN, dies sei vor allem auf die Tests in den fünf Kindergärten der Gemeinde zurückzuführen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dr/sar

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten regional | 17. März 2021 | 12:30 Uhr

152 Kommentare

Culicoidea vor 36 Wochen

is klar für braune Gesellen, die selbst nichts auf Reihe bekommen und unser Volk spalten wollen
hoffe nur das Mitteldeutsche Scheuklappen ablegen und wie BW + RP demokratisch wählen und rechtsextremen Spuk beenden

Haller vor 36 Wochen

Möglicherweise erzeugt selbst direktes Anhusten und Anniesen durch echte Patienten mit zweiseitiger Covid Lungenentzündung bei gesunden Probanden keine vergleichbare Erkrankung.

Gogolino vor 36 Wochen

Wenn man die Kommentare liest und die Verlautbarungen von Frau Schweinsburg so braucht einen die Situation im Landkreis Greiz nicht zu wundern. Frau Schweinsburg ist in ihrer Amtszeit nicht gerade durch Zurückhaltung und Einsicht aufgefallen. Die hohe Anzahl von Tests als Ursache für hohe Fallzahlen und die Forderung für mehr Impfungen, zu Lasten anderer ist eine Frechheit und zeigt die Ignoranz und die Unwissenheit von Frau Schweinsburg. Etwas mehr Demut und Zurückhaltung wäre dringend geboten. Mal dorthin schauen wo es besser läuft. Dazu müsste man vielleicht auch mit Kollegen und Experten anderer Coleur reden.

Mehr aus der Region Gera - Zwickau - Plauen

Mehr aus Thüringen