Debatte Landrätinnen fordern mehr Verhandlungen im Ukraine-Krieg

17. Februar 2023, 21:31 Uhr

Die Landrätinnen der Kreise Greiz und Schmalkalden-Meiningen fordern die Bundesregierung auf, im Ukraine-Krieg stärker auf Diplomatie zu setzen. Ihr Appell: "Verhandlungen statt nur Waffen!"

Die beiden Landrätinnen Martina Schweinsburg (CDU) und Peggy Greiser (pl) haben eine Friedensinitiative aus kommunaler Sicht gestartet. Unter der Überschrift "Verhandlungen statt nur Waffen!" fordern die Kommunalpolitikerinnen mehr diplomatischen Einsatz der Bundesregierung im russischen Angriffskrieg auf die Ukraine.

Martina Schweinsburg sagte am Freitag in Erfurt, Waffenlieferungen an die Ukraine müssten mit stärkeren Bemühungen um Verhandlungen gekoppelt werden. Die Bevölkerung brauche ein klares Signal. Telefonate seien dafür nicht ausreichend, es müsse alles getan werden, um die Ukraine und Russland an einen Tisch zu bringen. Es gelte, das "sinnlose Sterben auf beiden Seiten zu beenden".

"Angst, Ohnmacht und Furcht der Bevölkerung"

Peggy Greiser sagte, ihre Initiative spiegele die Angst, Ohnmacht und Furcht der regionalen Bevölkerung vor weiterer Eskalation des Krieges wider. Ihnen wollten sie Unterstützung und Stimme geben. Außerdem wollen und "müssen wir mit beiden Ländern, der Ukraine und Russland, in Zukunft weiter zusammenarbeiten, unabhängig davon, wie es weiter geht", so Greiser. Die Tür dürfe nicht zugeschlagen werden.

Schweinsburg ergänzte, Außenministerin Baerbock agiere derzeit zumindest ihrer Wahrnehmung nach "eher glücklos und wenig erfolgreich". Gleichzeit fordern die beiden Landrätinnen die Bundesregierung zu mehr Transparenz auf. Sie müsse "ihr Handeln viel mehr erklären und die Bevölkerung mehr mitnehmen".

Die beiden Landrätinnen verstehen ihren Aufruf als parteipolitisch unabhängig. Ihrer Aussage nach befürworten zwei Drittel der Thüringer Landräte ihre Initiative, das habe sich in Gesprächen gezeigt.

MDR/dpa (kah/sar)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 17. Februar 2023 | 19:00 Uhr

346 Kommentare

kleinerfrontkaempfer am 22.02.2023

=> Eulenspiegel.
Putin hat den sogenannten Westen zulange vertraut und zugehört.
Hören Sie sich mal seine Reden vor dem Dt.Bundestag 2002 oder auch auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2007 an.
Liegen halt nicht im Meinungstrend weil "autokratisch angehaucht".

kleinerfrontkaempfer am 22.02.2023

=> lulu2020
Einfälle haben auch die Inder. Vor 2 Wochen hat ein Diplomat schon mal in Moskau mit Herrn Putin gesprochen.
China setzt nach. Eine "Global Security Initiative ist nun öffentlich.
Brasilien wird ebenso an einer Friedenslösung arbeiten.
Bringt halt alles keine großen Überschriften die Sie dann nicht verfehlen können.

kleinerfrontkaempfer am 22.02.2023

=> Matze
»We are fighting a war against Russia and not against each other.«
Sie haben ja sooooooo recht. Und vernunftbegabte Menschen gibt es neben Ihnen auch noch in verantwortungsvollen Positionen.

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