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Das börsennotierte Software-Unternehmen Intershop aus Jena konnte Gewinne verzeichnen. Bildrechte: dpa

WirtschaftJenaer Software-Firma Intershop macht erneut Gewinn

Stand: 16. Februar 2022, 15:34 Uhr

Nach Jahren mit Verlusten kann die Jenaer Software-Firma Intershop wieder Gewinne verzeichnen: Unter dem Strich blieben 800.000 Euro übrig. Das Unternehmen möchte 2022 noch einen draufsetzen. Anvisiert sind zehn Prozent Umsatzsteigerung. Und das Unternehmen sucht ausdrücklich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Das Thüringer Software-Unternehmen Intershop hat das zweite Jahr in Folge schwarze Zahlen geschrieben. Der Vorstand des börsennotierten Unternehmens berichtete am Mittwoch in Jena von einem Umsatzplus von sieben Prozent auf 36 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um ein Viertel auf 1,3 Millionen Euro; unter dem Strich blieben rund 800.000 Euro Gewinn.

Mietsoftware und Online-Handel machen den Unterschied

Die Firma profitierte von der Umstellung ihres Geschäftsmodells auf Mietsoftware sowie vom Boom des Online-Handels, der sich in der Corona-Pandemie noch verstärkt hat. Die Software wird also immer öfter nicht als Paket verkauft, sondern mit langfristigen Verträgen vermietet. Das verschafft dem Unternehmen mehr Gewissheit über die künftige Entwicklung. Erstmals legte der neue Vorstandsvorsitzende Markus Klahn die Jahresbilanz vor. Er hatte die Unternehmensführung im Mai 2021 übernommenen.

"Intershop wächst profitabel", sagte Klahn. "Und das soll auch 2022 so bleiben." Im vergangenen Jahr habe besonders das Segment der Miet-Software zugelegt. Der Umsatz in diesem Bereich sei um 51 Prozent auf 11,1 Millionen Euro gestiegen. Der Auftragseingang für Mietsoftware habe um 16 Prozent auf 18,3 Millionen Euro zugelegt.

Vostandschef Klahn: "Wir suchen Mitarbeiter"

Klahn erwartet, dass der Trend zur Digitalisierung anhält und Intershop davon weiterhin profitieren kann. Angepeilt werde nach seinen Angaben 2022 ein Umsatzanstieg von zehn Prozent bei einem positiven Betriebsergebnis "um eine Million Euro". Es solle weiter in Produkte und Personal investiert werden. Derzeit gebe es 40 Stellen, die Intershop besetzen wolle - nicht nur in Jena.

"Wir suchen Mitarbeiter. Aber der Markt ist eng", so der Vorstandschef. Der Kontakt zu Hochschulen solle deshalb vertieft werden. Wachsen wolle Intershop vor allem in Jena, wo im Januar ein neuer, geleaster Firmensitz vollständig in Betrieb genommen wurde.

Stabilität nach Jahren von Verlusten

Die Software-Firma hatte sich 2020 wirtschaftlich stabilisiert und Jahre mit Verlusten hinter sich gelassen. Das Thüringer Unternehmen hat nach eigenen Angaben derzeit 288 Mitarbeiter.

An der Börse kamen die positiven Nachrichten aus Jena gut an: Die Intershop-Aktie lag am Nachmittag um über vier Prozent im Plus.

MDR (rbü), dpa

Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 16. Februar 2022 | 19:00 Uhr

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