Die Kriminalpolizei ermittelt Wohnungsdurchsuchungen nach Angriffen auf Banken in Jena

In Jena hatte es im Frühjahr drei Anschläge auf Banken und Geschäfte im Zentrum gegeben. Dabei hatten Vermummte schwere Verwüstungen angerichtet. Am Donnerstag wurden die Wohnungen von zwei 19-jährigen Frauen durchsucht. Bei den Durchsuchungen hat die Kriminalpolizei digitale Speichermedien und Farbsprühdosen sichergestellt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Gera wird derzeit wegen Sachbeschädigung ermittelt.

Unbekannte haben in Jena die Fensterscheiben eine Bankfilliale zerstört.
Unbekannte hatten im Frühjahr in Jena die Fensterscheiben mehrerer Bankfilialen beschädigt. (Archivbild) Bildrechte: Alexander Reißland/MDR

Nach mehreren Angriffen auf Banken in der Jenaer Innenstadt hat die Kriminalpolizei am Donnerstagmorgen die Wohnungen von zwei 19-jährigen Frauen durchsucht. Nach Polizeiangaben lagen zwei Durchsuchungsbeschlüsse gegen die beiden Beschuldigten vor. Sie werden verdächtigt, Anfang Mai an einem Übergriff auf zwei Banken in Jena beteiligt gewesen zu sein. Dabei soll ein Schaden von rund 30.000 Euro entstanden sein. Die beiden Frauen sind der Polizei zufolge durch andere Ermittlungsverfahren im Bereich linksextremistischer Straftaten bekannt.

Staatsanwaltschaft Gera ermittelt

Bei den Durchsuchungen hat die Kriminalpolizei digitale Speichermedien und Farbsprühdosen sichergestellt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Gera wird derzeit wegen Sachbeschädigung ermittelt. Ob gegebenenfalls auch eine Straftat des Landfriedensbruchs in Betracht komme, sei Gegenstand der weiteren Ermittlungen, teilte Staatsanwalt Jürgen Boße mit. Weitere Angaben machte er mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht.

Mehrere Anschläge im Frühjahr in Jena

In Jena hatte es im Frühjahr drei Anschläge auf Banken und Geschäfte im Zentrum gegeben. Dabei hatten Vermummte schwere Verwüstungen angerichtet. Fassaden und Glasfronten wurden massiv beschädigt, beschmiert und mit politischen Parolen besprüht. Im Internet gab es laut Polizei ein veröffentlichtes Bekennerschreiben.

Die Stadt Jena und die Sparkasse Jena-Saale-Holzland hatten damals eine Belohnung von 15.000 Euro für Zeugenhinweise ausgelobt. Zudem wurde in der Sendung "Kripo live" über die Vorfälle berichtet.

Quelle: MDR THÜRINGEN/gh

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 14. Oktober 2021 | 15:00 Uhr

4 Kommentare

Hansi63 vor 3 Tagen

REXt, ja natürlich, ob da 1 Milliarde ausreichend ist ? Wir brauchen dringend noch ein paar Institute und Forschungsgruppen an Universitäten mit hochbezahlen "Wissenschaftlern", irgendwie könnte das mit 1 Milliarde knapp werden, denke ich !

DER Beobachter vor 2 Tagen

Warum setzen Sie Wissenschaftler in Anführungszeichen und warum antworten Sie REXt nicht gleich direkt?

DER Beobachter vor 2 Tagen

Mögen die Täter bald gefasst sein - aber man weiß ja auch, aus welcher Ecke die Kommentare von REXt und Hansi kommen...

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