Eine Cannabis-Pflanze.
Beim Trocknen der cannabis-Blüten in Jena hat sich Schimmel gebildet. (Symbolbild) Bildrechte: picture alliance / Zoonar | Manfred Ruckszio

Ursache unbekannt Erste Ernte beim Jenaer Cannabis-Club verschimmelt

09. Juni 2025, 05:00 Uhr

Die erste Ernte des Jenaer Cannabis-Clubs ist beim Trocknen verschimmelt. Der Club will jetzt mit Experten zusammenarbeiten, um die Ursache zu ermitteln. Die Mitglieder müssen auf die nächste Ernte warten.

Beim Jenaer Cannabis-Club ist die erste Ernte beim Trocknen vollständig verschimmelt. Der offizielle Richtwert sei zweifach überschritten, die Ernte nicht abgabefähig, heißt es in einer E-Mail des Vereinsvorstands an die Mitglieder, die MDR THÜRINGEN einsehen konnte.

Der Verein hat sich nach eigenen Angaben an das Labor und an die Hersteller der genutzten Anbau- und Trockentechnik gewandt. Zusammen soll die Ursache gefunden werden, damit beim nächsten Mal kein Schimmel entsteht.

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Neue Cannabis-Ernte voraussichtlich erst im August

Gerade wächst eine neue Ernte heran, die voraussichtlich Mitte August reif ist. Der Club hatte im November vergangenen Jahres eine Anbaulizenz erhalten und daraufhin für vier Jahre einen voll ausgestatteten Anbaucontainer gemietet. Die Pflanzen werden automatisch bewässert und gedüngt, was über eine App eingestellt werden kann und mit einer Kamera überwacht wird. Pro Monat kostet der Container 2.500 Euro.

Ein Gabelstapler ist mit einem Container beladen.
In diesem Container wurde das Cannabis angebaut. Der Schimmel kam erst beim Trocknen der Blüten. Bildrechte: MDR/Danielle Haupt

Pflanze darf von Vereinen vertrieben werden

Seit der Teil-Legalisierung von Cannabis in Deutschland darf die psychoaktive Pflanze von lizenzierten Vereinen angebaut und zum Konsum an Mitglieder abgegeben werden.

Der Verein in Jena hatte im Januar rund 100 Mitglieder, die mindestens 21 Jahre alt sein müssen. Laut der Beitragsordnung des Vereins zahlen sie pro Monat zehn Euro Grundbeitrag. Hinzu kommt eine variable Pauschale, mit der das Mitglied das Anrecht auf eine bestimmte Monatsmenge Cannabis erhält.

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MDR (nir/seg)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 09. Juni 2025 | 07:00 Uhr

57 Kommentare

Eddi58 vor 23 Minuten

@Nudel81
Hand auf‘s Herz!
Sie konsumieren nie Drogen? 👀
Keinen Kaffee, keine Zigarette, kein Bier oder Wein, kein Glücksspiel oder was auch immer die großen und kleinen Süchte der Menschen sind?
Gesetzt den Fall, Ihr Wunsch würde Wirklichkeit: Würde weniger Cannabis geraucht? Ist es nicht eher so, dass die Konsument:innen auf den illegalen Schwarzmarkt zurückgreifen müssen und die ohnehin überlastete Polizei und Justiz sinnfrei beschäftigt würde.

Anita L. vor 35 Minuten

"Ach, Kaffee ist eine Droge? Was haben Sie da wohl reingetan, mein Kaffee regt an und ist sogar gesund."

Das gleiche sagen manche von Wein und Bier auch. Aber ja, die zugrundeliegenden Wirkstoffe: Kaffein wie Alkohol, sind eine Droge, und ganz offensichtlich haben Sie noch nie jemanden gesehen, der zu viel Kaffee getrunken hat (Übelkeit, Zittern, Kreislaufprobleme) oder sich einem Kaffeeentzug unterzieht (hab ich bei meinem Mann mal beobachtet). Kaffeein mag vielleicht nicht so stark wie Alkohol oder Cannabis sein, aber es ist eine Droge.

Anita L. vor 41 Minuten

"Ich bin gegen jede Form von Drogen!"

Das wird schwierig. Überlegen Sie mal, warum die Drogerie Drogerie heißt. Und nein, ich meine nicht, weil man dort Wundpflaster kaufen kann.

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