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Der Baubeginn ist für 2023 geplant. Bildrechte: MDR/Olaf Nenninger

StädtebauEichplatz-Gestaltung gibt Jena neue Silhouette

Stand: 17. September 2020, 16:14 Uhr

Der Projektentwickler Strabag Real Estate GmbH soll eines der größten Jenaer Bauprojekte umsetzen. Dabei geht es um die Wiederbebauung des zentralen Eichplatzes. Jena bekommt damit eine neue Stadt-Silhouette. In direkter Nachbarschaft zum Jentower sollen drei weitere hohe Häuser entstehen - das höchste ein 20-Geschosser.

Im Herzen des Jenaer Stadtzentrums sollen in den kommenden Jahren drei neue Hochhäuser mit Wohnungen, Büros, Läden und Gastronomie entstehen und zwar in direkter Nachbarschaft des Jentowers. Das höchste davon soll 66,5 Meter gen Himmel ragen, hieß es am Donnerstag bei der Vorstellung des Siegerentwurfs.

Mehr Leben in der Innenstadt

Die Rede ist von einer Investition von mehr als 100 Millionen Euro, mit dem Baubeginn wird 2023 gerechnet. Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) sprach von einem "Meilenstein", der nun mit der Auswahl von Entwurf und Investor erreicht sei. Er verspreche sich von dem Vorhaben noch mehr Leben in der Innenstadt, erklärte Nitzsche.

Zustimmung des Stadtrates gilt als sicher

Geplant sind etwa 3.900 Quadratmeter für Handel und Gastronomie, etwa 6.600 Quadratmeter Büroflächen sowie 178 Wohnungen unterschiedlicher Größe. Investor ist der Projektentwickler Strabag Real Estate. Bevor das Projekt umgesetzt werden kann, muss der Stadtrat noch dem Verkauf der entsprechenden Flächen auf dem Eichplatz zustimmen.

Thomas Nitzsche, Oberbürgermeister der Stadt Jena, Manuel Rost, seit 2015 Mitglied des Werkstattgremiums und Bürgermeister Christian Gerlitz bei der Präsentation. Bildrechte: MDR/Olaf Nenninger

Einwohner konnten mitbestimmen

Über die Bebauung des Platzes, der derzeit als Parkplatz genutzt wird, wird in Jena seit Jahren gestritten. Vorherige Pläne hierzu waren 2014 bei einer Einwohnerbefragung durchgefallen, der Prozess wurde unter enger Bürgerbeteiligung neu gestartet.

Manuel Rost aus Jena ist seit 2015 Mitglied des Werkstattgremiums. Er sagt dazu: "Als Einwohner einer Stadt in deren Gestaltung eingebunden zu werden, war ein neues und gelungenes Konzept und ich bin zuversichtlich, dass dieses Vorgehen Schule für künftige Bauvorhaben machen wird. Das Werkstattgremium ist eine großartige Möglichkeit, zur Gestaltung der Stadt beizutragen. Mit fachlicher Anleitung haben wir es geschafft, Fragen und Probleme zum Projekt gemeinschaftlich und im Dialog zu lösen".

Siegerentwurf für Eichplatz präsentiert

Derzeit geht es um das so genannte "Baufeld A". Bildrechte: MDR/SRABAG
Der Stadtrat stimmt über die Vergabe voraussichtlich im Oktober ab.  Bildrechte: MDR/Olaf Nenninger
Das Konzept der Strabag Real Estate GmbH hat sich durchgesetzt. Bildrechte: MDR/SRABAG
Es war sowohl vom Werkstatt- als auch vom Architekturgremium am besten bewertet worden. Bildrechte: MDR/Olaf Nenninger
Derzeit rechnet man mit einem Baubeginn im Jahr 2023. Bildrechte: MDR/SRABAG

Planungen für Baufeld B folgen

Der nun vorgestellte Entwurf betrifft nur einen Teil der Fläche, das sogenannte Baufeld A. Für das Baufeld B stünden die weiteren Planungen an, hieß es. Das Vorhaben auf dem Eichplatz ist nicht das einzige Bau-Großprojekt in der Stadt, das künftig ihr Gesicht mitprägen wird. So haben dieses Jahr die Arbeiten für den neuen Uni-Campus - Kostenpunkt etwa 190 Millionen Euro - begonnen. Zudem baut der Optik-Konzern Zeiss einen neuen Hochtechnologie-Campus für 350 Millionen Euro.

Quelle: MDR THÜRINGEN/gh

Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 17. September 2020 | 16:00 Uhr

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