Schaden behoben Leck an Wärmeleitung in Jena repariert - Tausende waren ohne Heizung

Wegen der Havarie an einer Fernwärmeleitung in Jena-Nord hatten fast 15.000 Menschen stundenlang keine Heizung und kein warmes Wasser. Die Stadt rief den Katastrophenfall aus. Inzwischen ist der Schaden behoben.

Mehrere Männer in Arbeitskleidung
Zunächst musste die Schadstelle gefunden werden. Bildrechte: MDR/Anke Preller

Nach der Havarie an einer Fernwärmeleitung in Jena-Nord läuft die Wärme-Versorgung wieder. Das Leck konnte in der Nacht zu Donnerstag geschlossen werden, teilten die Stadtwerke mit.

Die etwa 6.500 betroffenen Haushalte würden nun wieder mit Fernwärme für Heizung und warmes Wasser versorgt. Die Haushalte waren seit Mittwoch von der Fernwärme-Versorgung getrennt - ein Teil der Wohnungen bereits seit dem Vormittag. Grund war nach Angaben der Stadtwerke ein Riss an einer Schweißnaht der Hauptleitung.

Am Mittwochabend hatte Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP deswegen den Katastrophenfall ausgerufen.

Energieversorgung Fernwärme-Havarie in Jena

Wegen der Havarie an einer Fernwärmeleitung in Jena-Nord hatten seit Mittwochabend fast 15.000 Menschen vorübergehend keine Heizung und kein heißes Wasser.

Baustelle an einer Kreuzung
Am Mittwochmorgen war in Jena aus dem unterirdischen Fernwärmebauwerk an der Ecke Altenburger Straße/Naumburger Straße eine heiße Dampfwolke ausgetreten. Bildrechte: MDR/Anke Preller
Baustelle an einer Kreuzung
Am Mittwochmorgen war in Jena aus dem unterirdischen Fernwärmebauwerk an der Ecke Altenburger Straße/Naumburger Straße eine heiße Dampfwolke ausgetreten. Bildrechte: MDR/Anke Preller
Drei Männer auf einer Straße, im Hintergrund dringt eine Dampfwolke aus der Straße.
Techniker an der Fernwärmeleitung: Wegen des heißen Wassers müssen die Reparaturtrupps vorsichtig vorgehen. Bildrechte: MDR/Sandra Werner/Stadtwerke Jena
Das verschneite Jena aus der Luft betrachtet
Blick nach Jena-Nord von oben. Das betroffene Gebiet beginnt in etwa in Höhe des markanten orange-weißen Hochhauses. Bildrechte: MDR/Anke Preller
Baggerarbeiten
Mit schwerem Gerät wurde in der Naumburger Straße gegraben, wo das Leck in der Fernwärmeleitung vermutet wurde. Bildrechte: MDR/Anke Preller
Heizung Havarie
Seit Mittwoch 19 Uhr war ein großer Saugbagger im Einsatz, um das etwa 130 Grad warme Wasser aus der Grube zu pumpen. Bildrechte: MDR/Anke Preller
Heizung Havarie
Mitarbeiter der Stadtwerke und von Spezialfirmen an der Havarie-Stelle. Bildrechte: MDR/Anke Preller
Heizung Havarie
Gegen 21.30 Uhr war schließlich klar, wo das Leck in der Fernwärmeleitung lag - unter der Kreuzung Naumburger, Altenburger und Schützenhofstraße. Gegen 3 Uhr war das Leck - ein Riss in einer Schweißnaht - geschlossen. Bildrechte: MDR/Anke Preller
Prüfung der reparierten Fernwärmeleitung in Jena-Nord.
Alles dicht: Am Donnerstagvormittag wurde die reparierte Fernwärmeleitung geprüft. Bildrechte: MDR/Stadtwerke Jena/Sandra Werner
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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 11. Februar 2021 | 06:00 Uhr

Heizung Havarie
Gegen 21.30 Uhr war schließlich klar, wo das Leck in der Fernwärmeleitung lag - unter der Kreuzung Naumburger, Altenburger und Schützenhofstraße. Gegen 3 Uhr war das Leck - ein Riss in einer Schweißnaht - geschlossen. Bildrechte: MDR/Anke Preller

Corona-Regeln außer Kraft gesetzt

Nach der Havarie an einem unterirdischen Fernwärmebauwerk in Jena-Nord hatte die Stadt Jena gemeinsam mit den Stadtwerken einen Krisenstab sowie eine Hotline eingerichtet. Die Nummer koordinierte die Bereitstellung von Notunterkünften in Hotels oder Schulen. Die Vorbereitung der Schlafplätze übernahm die Feuerwehr.

Für soziale Einrichtungen und Pflegeheime wurden Generatoren und mobile Heizgeräte organisiert. Für diejenigen, die bei Freunden und Verwandten unterkommen konnten, wurden die coronabedingten Kontaktbeschränkungen ausgesetzt.

Wohnungen kühlten langsam aus

Zu Anfang waren seit Mittwochvormittag etwa 500 Haushalte zwischen Emil-Höllein-Platz und Stifterstraße betroffen. Die Stadtwerke empfahlen den Anwohnern, Türen und Fenster geschlossen zu halten, um ein Auskühlen der Wohnung hinauszuzögern. Noch warme Heizkörper würden langsam abkühlen, so die Stadtwerke.

Am Mittwochnachmittag baten die Stadtwerke vorsorglich auch Menschen, die westlich der Naumburger Straße im Bereich Jena-Nord bis Zwätzen wohnen, sich auf weniger Heizwärme und warmes Wasser einzustellen. Das Heiznetz arbeitetete dort nach Angaben der Stadtwerke zwar noch, allerdings nur mit Restwärme und Wärme aus einer Biogasanlage in Zwätzen. Der Wärmenachschub aus dem Kraftwerk in Winzerla fehlte auch hier.

Das verschneite Jena aus der Luft betrachtet
Jena von oben. Das betroffene Gebiet beginnt in etwa in Höhe des markanten orange-weißen Hochhauses. Bildrechte: MDR/Anke Preller

Heiße Dampfwolke ausgetreten

Am Mittwochmorgen war in Jena aus dem unterirdischen Fernwärmebauwerk an der Ecke Altenburger Straße/Naumburger Straße eine heiße Dampfwolke ausgetreten. Da das Wasser in den Leitungen bis zu 125 Grad heiß sei, musste mit mit Bedacht vorgegangen werden, hieß es von den Stadtwerken.

Quelle: MDR THÜRINGEN/gh/mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 11. Februar 2021 | 07:00 Uhr

74 Kommentare

hajo vor 8 Wochen

Die Trolle sind wieder da. Diesmal unter anderem Namen. Wie wär es, mit der Wünschelrute die Fernwärmeleitung ablaufen um Lecks aufzuspüren. "Kluge" Reden führen , aber keine sinnvollen Vorschläge einbringen. Ist doch so "Großer Klaus"?

Ritter Runkel vor 8 Wochen

Es war wirklich eine großartige Leistung der externen Reparaturfirma, der Jenaer Feuerwehr, der Jenaer Bevölkerung usw..
Wer aber versagt hat, waren die Jenaer Stadtwerke und die Jenaer Stadtregierung und Jenaer Stadtverwaltung.
Dies war und wird nicht die letzte Havarie im Jenaer Fernwärmenetz sein.
Wenn man aber so arbeitet wie die Jenaer Stadtwerke, wenig Geld in die Wartung und Erhalt zu stecken, denn es gibt ja keine Fördergelder dafür ist dies auch kein Wunder!

infty vor 8 Wochen

Kann man denn hier nicht einmal ein absolutes Mindestmaß an Textverständnis erwarten?
Es ist schier unglaublich, dass Sie jemand dazu auffordern, nachzudenken. Kleiner Kleiner Hinweis: Sie sollten sich selbst an Ihre eigenen Forderungen halten, bevor Sie blind mit diesen um sich werfen.
Dunning und Kruger haben definitiv recht.

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