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Zunächst musste die Schadstelle gefunden werden. Bildrechte: MDR/Anke Preller

Schaden behoben

Leck an Wärmeleitung in Jena repariert - Tausende waren ohne Heizung

Stand: 11. Februar 2021, 08:27 Uhr

Wegen der Havarie an einer Fernwärmeleitung in Jena-Nord hatten fast 15.000 Menschen stundenlang keine Heizung und kein warmes Wasser. Die Stadt rief den Katastrophenfall aus. Inzwischen ist der Schaden behoben.

Nach der Havarie an einer Fernwärmeleitung in Jena-Nord läuft die Wärme-Versorgung wieder. Das Leck konnte in der Nacht zu Donnerstag geschlossen werden, teilten die Stadtwerke mit.

Die etwa 6.500 betroffenen Haushalte würden nun wieder mit Fernwärme für Heizung und warmes Wasser versorgt. Die Haushalte waren seit Mittwoch von der Fernwärme-Versorgung getrennt - ein Teil der Wohnungen bereits seit dem Vormittag. Grund war nach Angaben der Stadtwerke ein Riss an einer Schweißnaht der Hauptleitung.

Am Mittwochabend hatte Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP deswegen den Katastrophenfall ausgerufen.

Energieversorgung Fernwärme-Havarie in Jena

Am Mittwochmorgen war in Jena aus dem unterirdischen Fernwärmebauwerk an der Ecke Altenburger Straße/Naumburger Straße eine heiße Dampfwolke ausgetreten. Bildrechte: MDR/Anke Preller
Techniker an der Fernwärmeleitung: Wegen des heißen Wassers müssen die Reparaturtrupps vorsichtig vorgehen. Bildrechte: MDR/Sandra Werner/Stadtwerke Jena
Blick nach Jena-Nord von oben. Das betroffene Gebiet beginnt in etwa in Höhe des markanten orange-weißen Hochhauses. Bildrechte: MDR/Anke Preller
Mit schwerem Gerät wurde in der Naumburger Straße gegraben, wo das Leck in der Fernwärmeleitung vermutet wurde. Bildrechte: MDR/Anke Preller
Seit Mittwoch 19 Uhr war ein großer Saugbagger im Einsatz, um das etwa 130 Grad warme Wasser aus der Grube zu pumpen. Bildrechte: MDR/Anke Preller
Mitarbeiter der Stadtwerke und von Spezialfirmen an der Havarie-Stelle. Bildrechte: MDR/Anke Preller
Gegen 21.30 Uhr war schließlich klar, wo das Leck in der Fernwärmeleitung lag - unter der Kreuzung Naumburger, Altenburger und Schützenhofstraße. Gegen 3 Uhr war das Leck - ein Riss in einer Schweißnaht - geschlossen. Bildrechte: MDR/Anke Preller
Alles dicht: Am Donnerstagvormittag wurde die reparierte Fernwärmeleitung geprüft. Bildrechte: MDR/Stadtwerke Jena/Sandra Werner

Corona-Regeln außer Kraft gesetzt

Nach der Havarie an einem unterirdischen Fernwärmebauwerk in Jena-Nord hatte die Stadt Jena gemeinsam mit den Stadtwerken einen Krisenstab sowie eine Hotline eingerichtet. Die Nummer koordinierte die Bereitstellung von Notunterkünften in Hotels oder Schulen. Die Vorbereitung der Schlafplätze übernahm die Feuerwehr.

Für soziale Einrichtungen und Pflegeheime wurden Generatoren und mobile Heizgeräte organisiert. Für diejenigen, die bei Freunden und Verwandten unterkommen konnten, wurden die coronabedingten Kontaktbeschränkungen ausgesetzt.

Wohnungen kühlten langsam aus

Zu Anfang waren seit Mittwochvormittag etwa 500 Haushalte zwischen Emil-Höllein-Platz und Stifterstraße betroffen. Die Stadtwerke empfahlen den Anwohnern, Türen und Fenster geschlossen zu halten, um ein Auskühlen der Wohnung hinauszuzögern. Noch warme Heizkörper würden langsam abkühlen, so die Stadtwerke.

Am Mittwochnachmittag baten die Stadtwerke vorsorglich auch Menschen, die westlich der Naumburger Straße im Bereich Jena-Nord bis Zwätzen wohnen, sich auf weniger Heizwärme und warmes Wasser einzustellen. Das Heiznetz arbeitetete dort nach Angaben der Stadtwerke zwar noch, allerdings nur mit Restwärme und Wärme aus einer Biogasanlage in Zwätzen. Der Wärmenachschub aus dem Kraftwerk in Winzerla fehlte auch hier.

Jena von oben. Das betroffene Gebiet beginnt in etwa in Höhe des markanten orange-weißen Hochhauses. Bildrechte: MDR/Anke Preller

Heiße Dampfwolke ausgetreten

Am Mittwochmorgen war in Jena aus dem unterirdischen Fernwärmebauwerk an der Ecke Altenburger Straße/Naumburger Straße eine heiße Dampfwolke ausgetreten. Da das Wasser in den Leitungen bis zu 125 Grad heiß sei, musste mit mit Bedacht vorgegangen werden, hieß es von den Stadtwerken.

Quelle: MDR THÜRINGEN/gh/mm

Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 11. Februar 2021 | 07:00 Uhr

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