Medizin Neurochirurgen in Jena entfernen Hirntumor bei Wach-Operation

Erstmals haben Chirurgen am Uniklinikum Jena bei einer wachen Patientin einen Hirntumor entfernt. Für Neurochirurg Christian Senft war es nicht die erste Wach-Operation - für die Kollegen eine Premiere.

Mehrere Menschen während einer Operation in einem Operationssaal.
Die Frau konnte bereits wenige Tage nach der OP in Jena wieder nach Hause. Bildrechte: Universitätsklinikum Jena

Neurochirurgen vom Uniklinikum Jena haben erstmals bei einer wachen Patientin einen Hirntumor entfernt. Wie das Klinikum mitteilte, befand sich der Tumor in der Nähe des Sprachzentrums der Frau. Christian Senft, der neue Klinikdirektor der Jenaer Neurochirurgie, holte die Patientin während der Operation aus der Narkose, um mit ihr Sprachtests zu absolvieren.

Tumor-Operation mit wacher Patientin in Jena

Laut Klinikum konnte die Frau bereits wenige Tage nach der OP wieder nach Hause - ohne Sprachstörungen. Mit dieser Methode der Wach-Operation könne man nun Patienten helfen, bei denen eine Tumorentfernung vor ein paar Jahren noch undenkbar war, so der Neurochirurg Senft. Er selbst hat bisher schon mehr als 50 solcher Wach-Operationen durchgeführt und miterlebt. Für seine Kollegen am Uniklinikum Jena war es eine gelungene Premiere. 

Welche Patienten für einen solchen Eingriff geeignet sind, wird im interdisziplinären Austausch zwischen Neurochirurgen und Neurologen festgelegt.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 15. Dezember 2020 | 15:30 Uhr

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