Ukraine-Krieg Zwei Kriegsverletzte aus der Ukraine an Uniklinik Jena aufgenommen

Das Universitätsklinikum Jena hat zwei Kriegsverletzte aus der Ukraine aufgenommen. Die beiden Patienten hätten Verletzungen durch Geschosse, sagte Professor Michael Bauer, der Chef der Intensivmedizin. Einer der beiden Verletzten sei so schwer verletzt, dass er auf der Intensivstation behandelt werden müsse. Zudem sei der Patient positiv auf Corona getestet worden.

Mehrere Krankenwagen stehen vor einem Flugzeug auf einem Flughafen.
Kriegsverletzte aus der Ukraine sind in dieser Woche nach Deutschland geflogen worden. Zwei Patienten kamen ins Uniklinikum Jena. Bildrechte: dpa

Die beiden Patienten landeten am Donnerstagnachmittag auf dem Flughafen Halle-Leipzig und wurden dann mit Fahrzeugen des Rettungsdienstes nach Jena gebracht. Ob es sich bei den Patienten um Soldaten oder Zivilisten oder um Frauen oder Männer handelt, konnte Bauer nicht erläutern. Das Bundesamt für Bevökerungsschutz und Katastrophenhilfe habe gebeten, die Privatsphäre der Patienten zu schützen.

Bauer: Viele Verletzte kommen auf nicht offiziellen Wegen nach Deutschland

Laut Bauer sind bisher viele kranke oder verletzte Ukrainer auf nicht offiziellen Wegen mit Bussen oder Zügen nach Deutschland gekommen. Diese wurden zu einem großen Teil in Krankenhäusern der ostdeutschen Bundesländer aufgenommen.

Ein Mediziner vor der Uniklinik Jena.
Michael Bauer, Direktor der Klinik für Intensivmedizin an der Uniklinik Jena. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Über die von den Behörden gesteuerten Wege kamen nach Angaben von Bauer 73 Patienten nach Deutschland. Sie werden nach einem sogenannten Kleeblattprinzip auf die Regionen im Osten, Norden, Westen, Süden und Südwesten verteilt. Darüber hinaus wird die Verteilung der Patienten auf europäischer Ebene koordiniert. Laut Bauer hatte Thüringen bereits vergangene Woche signalisiert, ukrainische Patienten aufzunehmen. Diese wurden dann aber nach Italien gebracht.

MDR (wh/fno)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 29. April 2022 | 14:00 Uhr

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