Stadtplanung Zwei mögliche Standorte für Kunsthaus Jena gefunden

Für das in Jena schon lange gewünschte Kunsthaus gibt es jetzt zwei Standort-Vorschläge. Wie Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) am Mittwoch sagte, haben sich das alte Straßenbahndepot und die Imaginata als realisierbar erwiesen. Ein Neubau auf dem Eichplatz oder am Engelplatz hatten sich nach genauer Analyse durch eine Expertengruppe als zu teuer erwiesen.

Imaginata in Jena
Die Imaginata in Jena ist einer von zwei möglichen Standorten für das Kunsthaus. Bildrechte: MDR JUMP

Stadtrat soll Standorte bewerten

Nitzsche will die beiden Standorte nun in drei Wochen dem Stadtrat vorschlagen, um sie noch eingehender untersuchen zu lassen. Die größten Chancen sieht er für die Generatorenhalle im alten Straßenbahndepot. Der Ausbau zum Kunsthaus würde nach ersten Schätzungen etwa 25 Millionen Euro kosten. Ein Projekt, das die Stadt nur mit Hilfe von Mäzenen und Förderern stemmen könne, so Nitzsche.

Baubeginn frühestens in fünf Jahren

Der Oberbürgermeister dämpfte zudem die Hoffnungen auf eine schnelle Umsetzung. Nitzsche rechnet mit mindestens fünf Jahren bis zum Baubeginn. Der Wunsch nach einem Kunsthaus besteht in Jena schon seit über 100 Jahren. Mehrere Anläufe waren bislang gescheitert.

MDR(gh)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 02. Februar 2022 | 18:00 Uhr

2 Kommentare

kleiner.klaus77 vor 20 Wochen

Aufgrund der sinnlosen Standortvorschläge sieht man, was für ein Kunstbanause Jenas Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche ist, der ja auch noch in Personalunion Jenas Kulturdezernent ist!

kleiner.klaus77 vor 20 Wochen

Wer beide Standorte kennt, weiß das die Standortvorschläge nur ein schlechter Witz sind. So wird man in Jena trotz einer genialen Kunstsammlung und einer umfangreichen Sammlung, die aber nicht gezeigt werden kann, da kein Platz zum Ausstellen ist, noch 100 Jahre und länger auf das Kunsthaus warten!

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