Pandemie Uniklinik: Bereits 600 "Long-Covid"-Patienten in Jena behandelt

"Long-Covid"-Patienten leiden selbst Monate nach einer Corona-Infektion unter anderem an chronischer Müdigkeit oder Gedächtnisproblemen. An der Uniklinik in Jena sind bereits 600 Menschen deswegen behandelt worden. Derweil hat Thüringen weiter die deutschlandweit geringste Inzidenz - trotz steigender Zahlen.

Ein Mann mit Mundschutz liegt auf eine Bett
Spätfolgen von Corona können bei manchen Patienten einen normalen Alltag unmöglich machen. Kleinste Anstrengungen können bereits überfordern. (Symbolbild) Bildrechte: MDR exakt

An der Uni-Klinik in Jena sind bisher rund 600 Patienten mit Corona-Spätfolgen behandelt worden. Etwa 60 Prozent von ihnen sind Frauen, wie die Thüringer Allgemeine berichtet. Der Altersdurchschnitt liegt demnach bei etwa 50 Jahren. Die Patienten kommen aus Thüringen und anderen Bundesländern. Der zuständige Chefarzt Andreas Stallmach sagte der Zeitung, der Bedarf sei so groß, dass er nicht gedeckt werden könne.

Zu den Spätfolgen von Corona-Infektionen ("Long Covid") gehören Probleme mit dem Atmen, Gedächtnisschwierigkeiten und chronische Müdigkeit.

Corona-Zahlen steigen: Thüringen dennoch mit niedrigster Inzidenz

Derweil hat Thüringen trotz eines Anstiegs der Neuinfektionen mit dem Coronavirus weiterhin die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz bundesweit. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) lag der Wert am Samstag bei 13,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen. An den Tagen zuvor waren es noch 12,6 und 11,1. Bundesweit lag die Inzidenz am Samstag bei 51,6.

Im Freistaat ist die Lage weiterhin regional sehr unterschiedlich. Während am Samstagmorgen das RKI für Eisenach eine Inzidenz von 40,2 angab, lag in fünf Landkreisen die Inzidenz sogar unter fünf. Der niedrigste Wert war für den Kyffhäuserkreis mit 1,3 angegeben.

Mehr zu "Long-Covid"

Quelle: MDR THÜRINGEN/ls, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 21. August 2021 | 12:30 Uhr

15 Kommentare

Mr. Nobody vor 8 Wochen

Hallo Tschingis1, ich bin kein Epidemiologe und maße mir nicht an, den besten Weg zu wissen. Ich erwarte aber, dass in einer „freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ eine offene und transparente Diskussion über diesen besten Weg stattfindet, dass Einschränkungen von Grundrechten auf das notwendige Maß beschränkt bleiben und die Verhältnismäßigkeit dieser Maßnahmen ebenso offen und transparent diskutiert wird. Statt dessen erlebe ich seit 18 Monaten einen hochgradig vormundschaftlichen und autoritären Staat, in dem alternativlos durchregiert wird und bedingungsloser Gehorsam gegenüber den Maßnahmen der Politiker erwartet wird.
Und zum Artikel: ich finde es ein wenig unpassend von Ihnen, mir zu unterstellen, ich hätte den Artikel nicht aufmerksam gelesen. Das Uniklinikum Jena behandelt natürlich vorrangig Menschen aus Thüringen und es macht sicherlich keinen Sinn, die 600 "Long-Covid"-Patienten ins Verhältnis zu allen positiv auf Corona getesteten Menschen in Deutschland zu setzen.

DermbacherIn vor 8 Wochen

So viel Pfusch und Inkompetenz macht mich wütend, Von der Bevölkerung alles erwarten und so nachlässig zu sein ist nicht akzeptabel!
Insbesondere als das die Herausforderungen noch viel größer werden und Covid-19 wohl erst so richtig einschlagen, derzeit geistert z. B. schon eine neue Corona-Mutation Delta-AY.3 herum. Es muss endlich begonnen werden akribisch die Infektionen zu sequenzieren, wer betroffen ist: Geimpft, nicht geimpft, wielang ist die PatentIn genesen etc.
Aber soweit sind wir leider noch nicht, ich möchte jetzt aber echte Handlungen sehen: Spezialkliniken mit mehr Intensivbetten, Personal das dafür angestellt und ausgebildet wird, Rekrutierung von Pflegepersonal dafür. Covid-19 wird uns über Jahre begleiten!

Tschingis1 vor 8 Wochen

@DermbacherIn
Bei "Overmectin" bin ich ausversehen auf den Buchstaben O statt I gekommen. Dies wäre ihnen aufgefallen, wenn sie den nachfolgendem Text zu Ivermectin gelesen hätten.
Kann ja mal passieren.

Mehr aus der Region Jena - Apolda - Naumburg

Mehr aus Thüringen

Ein Mann spricht auf einen Hund ein. 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In Weimar haben am Samstag Rettungshunde und ihre Hundeführer beim ASB Mittelthüringen ihre Prüfungen abgelegt. Die Tiere werden bei der Suche nach vermissten Personen eingesetzt.

23.10.2021 | 19:10 Uhr

MDR FERNSEHEN Sa 23.10.2021 19:10Uhr 00:31 min

https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/mitte-thueringen/weimar/video-pruefung-asb-rettungshunde-weimar-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video