Raumfahrt Mit Sensoren aus Jena gegen Weltraumschrott

Sensoren des Jenaer Raumfahrt-Unternehmens Jena-Optronik sollen auch beim Beseitigen von Weltraumschrott helfen. Wie das Unternehmen mitteilte, hat sich die englische Firma Astroscale, die als erste ein kommerzielles System dafür entwickelt hat, jetzt für die Sensoren aus Thüringen entschieden. Nach einer erfolgreichen ersten Mission in diesem Jahr will Astroscale ab 2024 erneut mehrere funktionsunfähige Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn beseitigen.

Das Produktions- und Bürogebäude des Jenaer Raumfahrtunternehmen Jena-Optronik.
Das Produktions- und Bürogebäude des Jenaer Raumfahrtunternehmen Jena-Optronik. Bildrechte: dpa

Den Angaben nach werden die alten Satelliten mit einem magnetischen Mechanismus eingefangen. Dabei kommen auch sogenannte Rendezvous- und Docking-Sensoren von Jena-Optronik zum Einsatz. Sie sollen das sichere Einfangen der defekten Satelliten ermöglichen, um sie dann in eine niedrige Erdumlaufbahn manövrieren zu können. Letztlich sollen sie in der Erdatmosphäre verglühen.

Laut Jena-Optronik sind für die Zukunft weitere solcher Missionen geplant. Weltraumschrott hat sich zu einem großen Problem entwickelt, auch für künftige Weltraummissionen.

MDR (prell/co)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 22. September 2022 | 11:30 Uhr

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