Hochschul-Bauprojekt Richtfest für Campus-Neubau auf Jenaer Inselplatz

Am Montag wurde in Jena auf dem neuen Campus der Friedrich-Schiller-Universität Richtfest gefeiert. Für rund 190 Millionen Euro entstehen dort neue Forschungs- und Lehrgebäude samt Rechenzentrum und Parkhaus. Die Politik hofft auf einen Wettbewerbsvorteil für Thüringen.

In Jena wurde am Montag das Richtfest des neuen Uni-Campus gefeiert. Auf dem Inselplatz mitten in der Stadt entstehen unter anderem neue Gebäude und Räumlichkeiten für das Institut für Psychologie, die Fakultät für Mathematik und Informatik, die Teilbibliothek der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek "Naturwissenschaften und Vorklinikum" sowie eine Cafeteria. Außerdem sollen auf dem Gelände das neue Rechenzentrum der Universität und ein Parkhaus Platz finden. Die ersten Räumlichkeiten sollen Ende 2023 bezugsfertig sein.

Mehrere Personen mit Bauhelm schlagen Nägel in Holzbalken.
Eine Richtfest-Tradition: Der Bauherr darf den letzten Nagel einschlagen - oft mit ungeeignetem Werkzeug. Bildrechte: MDR/Olaf Nenninger

Neubau soll Wettbewerbsvorteil bringen

Mit dem Bau des neuen Jenaer Campus hofft Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) für Thüringen auf einen Wettbewerbsvorteil um kluge Köpfe in Wissenschaft und Forschung. "Der Campusneubau ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Universität Jena ihre Position als eine der bundesweiten Spitzenuniversitäten weiter ausbauen kann", erklärte Tiefensee. Studenten und Beschäftigten sollen dort ab 2025 exzellente Bedingungen für Forschung, Lehre und den interdisziplinären Austausch vorfinden.

Campus als Ort des Austauschs

Der Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Walter Rosenthal, erklärte, die Hochschule sei dabei, in die Riege der besten 20 deutschen Universitäten aufzuschließen. "Unsere Exzellenz in Forschung und Lehre spiegelt sich bald auch in diesem zeitgemäßen Bildungscampus wider", sagte Rosenthal. Der neue Campus soll die Universität weiter zur Stadt öffnen und Raum für Austausch schaffen.

Blick von JenTower auf Campusgelände
Der neue Campus soll die Uni weiter zur Stadt öffnen und Raum für Austausch und Begegnung schaffen.  Bildrechte: MDR/Jan Schönfelder

Der Neubau des Campus am Inselplatz ist derzeit Thüringens größtes Hochschul-Bauprojekt. Er soll 2024/2025 fertiggestellt werden und rund 190 Millionen Euro kosten. Das Geld dafür kommt aus EU-, Bundes- und Landesmitteln sowie aus Verkaufserlösen freiwerdender Landesliegenschaften.

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MDR (cfr)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 25. April 2022 | 19:00 Uhr

8 Kommentare

mowz_art vor 9 Wochen

"Da wo Menschen studieren entstehen zukunftsfähige gut bezahlte Jobs."

Das trifft nur bedingt zu. Nicht wenige Abslventen zieht es nach dem Studium dann doch wieder in die Heimat und Jobs fallen auch nicht einfach so vom Himmel.

camper21 vor 9 Wochen

Die Hälfte der Spassbäder hätte es auch getan, Sie sehen es ja, was es gebracht hat. Wir sind weder die Spazigsten noch die Zufriedensten hier in Thüringen. Ich möchte aber auch die Entscheidung für den Campus loben,egal wer sie getroffen hat, es ist das Beste was getan werden konnte. Da wo Menschen studieren entstehen zukunftsfähige gut bezahlte Jobs. Dann liegt es an uns Thüringern ob wir ihnen ein Zuhause geben, wo sie sich wohl fühlen oder ob wir es so machen wie die Grossbodunger mit dem Graf von Westpfahlen. Ein schlechteres Aushängeschild gibt es für Thüringen nicht.

camper21 vor 9 Wochen

Wurde der Campus unter der CDU gebaut, welche schon 7 einhalb Jahre nicht mehr an der Macht ist? Und die Lorbeeren stecken sich die SPD welche sich Genossen nennen und die nacholge Partei, welche auf Flüchtlinge schießen ließ, ein? Da haben Sie auch recht ,unter der CDU konnte sich jeder Bürgermeister einer Kleinstadt ein Denkmal setzen und uns Thüringer zum Spassbad Deutschland Meister machen( wir haben die meisten Spassbäder pro Kopf) Und nun weiß ein Großteil nicht mehr, wie sie die Kosten stemmen können.

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