Verzögerung Neue Schwimmhalle in Jena: Eröffnung laut OB Nitzsche wohl erst 2023

Ende des Jahres sollte die neue Sportschwimmhalle in Jena eigentlich fertig sein. Wahrscheinlich können Schulen oder Vereine wegen baulicher Verzögerungen und der Energiekrise aber erst ab dem Frühjahr 2023 dort trainieren. Einen Überbrückungsplan gibt es aber.

Ein Bagger steht vor einer Baustelle.
Mit dem neuen Sportbad wird sich die Schwimmfläche in Jena um ein Drittel vergrößern. Bildrechte: MDR/Karsten Heuke

Die neue Jenaer Sportschwimmhalle an der Karl-Marx-Allee wird, anders als geplant, voraussichtlich erst im Frühjahr 2023 eröffnet. Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) bestätigte dem MDR: "Ich denke, wir gehen damit in das nächste Jahr." Eine endgültige Entscheidung solle spätestens im Laufe der nächsten Woche getroffen werden. Für die mögliche Verspätung gebe es zweierlei Gründe.

Bauliche Verzögerungen

Schon baulich wird das Gebäude bis zum Neujahr wahrscheinlich nicht fertig werden. Laut Nitzsche gibt es bereits jetzt kleinere Verzögerungen und der Bau der Schwimmhalle soll gegen Ende der Arbeiten auch nicht hektisch zu Ende gebracht werden.

Wie die "Ostthüringer Zeitung" zuerst berichtete, verzögert sich allein die Fertigstellung der begehbaren Brücke, die eine Teilung des 50-Meter-Beckens ermöglicht, um ein paar Tage.

Eine Baustelle in für eine Schwimmhalle in Jena.
Nach dem Spatenstich im Herbst 2020 sollen hier bald auch Schulen und Vereine trainieren. Bildrechte: MDR/Karsten Heuke

Energie einsparen oder früher öffnen?

Außerdem ist noch offen, wann die Halle dann tatsächlich für Besucher freigegeben werden soll. Nitzsche nannte in diesem Zusammenhang zwei mögliche Zeitpunkte, die in den nächsten Tagen mit den Stadtwerken, den Bädern und der Stadt besprochen werden sollen: "Die Frage ist, macht man es im Februar nach den Winterferien oder wartet man bis die Heizperiode vorbei ist?"

Durch ein Abwarten bis ins Frühjahr würde man einen Verbrauch von 1.550 Megawattsunden Wärme und 439 Megawattstunden Strom pro Monat vermeiden. Das geht aus einer Antwort der Stadt auf eine Anfrage Stadtratsfraktion der Grünen hervor.

Überbrückungslösung: Altes Bad bliebe auf

Für den Fall, dass sich die Eröffnung verspätet, hat die Bädergesellschaft aber bereits garantiert, dass die alte Schwimmhalle in Lobeda-West bis zur Inbetriebnahme weitergenutzt werden könne. Dort wird auch weniger Energie verbraucht. Zusammen mit dem Schwimmbad GalaxSeas könne das Angebot für alle Zielgruppen sichergestellt werden.

Die Gesamtkosten für die wettkampftaugliche Anlage in Jena liegen bei über 16 Millionen Euro. Mit dem Bad vergrößert sich die Schwimmfläche in der Stadt um ein Drittel.

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MDR (tgl)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 28. September 2022 | 18:30 Uhr

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