Energie Stadtwerke Jena erhöhen Preise für Gas und Strom - In Weimar sinken Kosten für Kunden

Als Folge des Ukraine-Kriegs steigen die Beschaffungskosten für Energieversorger. In Jena merken das bald die Kunden. In Weimar hingegen senken die Stadtwerke die Strom- und Gaspreise in der Grund- und Ersatzversorgung.

Ein Mann mit einem Kind auf dem Schoß lehnt an einer Heizung und greift zum Regler.
Der Frühling bringt wärmere Temperaturen - so kann die Heizung vorerst aus bleiben. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO/photothek

Haushalte im Raum Jena und Pößneck müssen sich auf steigende Kosten fürs Kochen und Heizen mit Erdgas einstellen. Die Preiserhöhung greift ab 1. Juni und betrifft etwa 7.000 Kunden, teilten die Stadtwerke Jena mit.

"Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden steigen die Preise um circa 20 Prozent", heißt es in einer Mitteilung der Stadtwerke Jena. Dies mache je nach Tarif monatliche Mehrkosten zwischen etwa 30 und 45 Euro aus. Ausgenommen seien laufende Verträge mit Preisgarantie. Grund für die Preiserhöhung seien stark gestiegene Beschaffungskosten für die Energieversorger im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine.

Strompreise steigen: 51.000 Kunden betroffen

Das kommunale Unternehmen passt ab Juni auch die Strompreise für 51.000 Haushalte in der Region an. Die Preiserhöhung betreffe sowohl die Grundversorgung als auch Tarifmodelle, die keiner Preisbindung mehr unterliegen. Die Stadtwerke empfehlen, die monatlichen Abschläge schon jetzt zu erhöhen, um größere Nachzahlungen zu vermeiden.

Stadtwerke Weimar senken Strompreise

Anders in Weimar: Dort senken die Stadtwerke die Strom- und Gaspreise in der Grund- und Ersatzversorgung. Das teilte das Unternehmen mit. Nach der Insolvenz zahlreicher Billiganbieter waren die Stadtwerke Weimar als Grundversorger für Hunderte betroffene Haushalte eingesprungen - mit hohen Tarifen. Strom und Gas musste nachgekauft werden, was zu drastisch gestiegenen Preisen führte. Neukunden bekamen das zu spüren, Bestandskunden waren nicht betroffen.

Ab 1. Juni soll dieser extreme Unterschied der Vergangenheit angehören, Grund- und Ersatzversorgung werden preiswerter. Geschäftsführer Jörn Otto sprach von einem positiven Signal für die Neukunden. Es bestehe zudem die Möglichkeit, kurzfristig in attraktivere Energietarife zu wechseln.

Mehr zu Strom- und Gaspreisen

MDR (mm)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 13. April 2022 | 07:30 Uhr

5 Kommentare

OOOO vor 11 Wochen

Keine Angst, nächsten Winter heizen wir mit „Haltung“, soll auch schön warm machen, denn Gas u. Strom wir zu Luxuspreisen käuflich sein. Na ja, die Unterstützung der Ukraine kostet halt was u. wenn erst Schwere Waffen geliefert werden, sind wir vielleicht Kriegspartei, dann wird,s richtig „ Warm“…..-

unverbesserlicher Realist vor 11 Wochen

Ich wiederhole meine Frage: Inwiefern sind die hohen Öl- und Gaspreise
die "Quittung" für das Ergebnis der Landtagswahl in Thüringen? Die Preise sind in ganz Deutschland/Europa massiv angestiegen. Weshalb geht es einem "Protestwähler" mit 80k € Jahreseinkommen jetzt schlecht?

ps: Nachfolge wird mit kleinem "f" geschrieben, nicht mit "Vogel-V"

camper21 vor 11 Wochen

Herr Realist
Ich meinte die Landtagswahl in Thüringen, als 54 % der Wähler protest gewählt haben. Die nachvolgepartei welche auf Flüchtlinge schießen lassen hat,gehört für mich nicht in die Regierung oder Personen der ehemaligen SED nicht in den Bundestag. Und durch die hohen Energiepreise , Lebensmittelpreise.... sehen die protest Wähler erstmal was schlecht gehen bedeutet.

Mehr aus der Region Jena - Apolda - Naumburg

Mehr aus Thüringen