Jena Probleme mit neuem Wasserspeicher: Hoher Druck beschädigt Leitungen

Für den neuen Trinkwasser-Hochbehälter im Jenaer Rautal war es ein holpriger Weg ans Netz. Mehrere Dutzend Haushalte mussten zeitweise ohne Wasser auskommen. Der Speicher versorgt künftig rund 4.000 Hausanschlüsse in der Saalestadt.

Bauarbeiten für neuen Hochbehälter zur Trinkwasserversorgung in Jena  Verlängert wegen aktueller Berichterstattung am 26.04.2022
Der neue Hochbehälter im Jenaer Rautal ist der zweitgrößte Wasserspeicher der Saalestadt. (Archivbild) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nach der Netzanbindung des neuen Trinkwasserbehälters im Jenaer Rautal saßen nach Angaben der Stadtwerke zunächst etwa 75 Haushalte auf dem Trockenen. Demnach kam es bis zum Dienstagmittag an sieben Stellen in der Stadt zu Schäden an den öffentlichen Leitungen, unter anderem auf dem Markt, im Löbdergraben/Ecke Fischergasse und in der Naumburger Straße.

Der Grund sei der deutlich höhere Wasserdruck gewesen, der für die Netzanbindung nötig war. Wegen der Reparaturarbeiten war die Straßenbahn-Endhaltestelle Zwätzen-Schleife zeitweise gesperrt. Eine Sprecherin der Stadtwerke sagte MDR THÜRINGEN, bis zum Dienstagabend seien nur noch rund 20 Haushalte betroffen gewesen. Grundsätzlich sei die Inbetriebnahme aber gut verlaufen. Für ein so großes Projekt habe es vergleichsweise wenig Probleme gegeben.

Hochbehälter für rund 4.000 Hausanschlüsse

Der neue Behälter war am Dienstagvormittag nach fast zwei Jahren Bauzeit ans Netz gegangen. Er soll als Zwischenspeicher rund 4.000 Hausanschlüsse in großen Teilen des Jenaer Zentrums, des Jenaer Nordens sowie von Jena-Ost, Wenigenjena und Kunitz mit Trinkwasser aus dem Wasserwerk Burgau versorgen.

Der neue Trinkwasserhochbehälter im Rautal ist das größte Einzelvorhaben aus dem Wasserversorgungskonzept 2040 für Jena und die Region. Mit einem Fassungsvermögen von 6.000 Kubikmetern wird er Jenas zweitgrößter Wasserspeicher sein. Er ersetzt unter anderem den 1899 errichteten Hochbehälter Landgrafen sowie kleinere Anlagen. Der Zweckverband Jenawasser hat nach eigenen Angaben 6,3 Millionen Euro investiert.

MDR (cfr)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 26. April 2022 | 19:00 Uhr

2 Kommentare

Harka2 vor 9 Wochen

Das eine Druckerhöhung zwingend zu jeder Menge Wasserrohrbrüchen an uralten Leitungen führen wird, ist jetzt aber wirklich nichts neues. Die Notwendigkeit einer Druckerhöhung ist zudem technisch kaum zu begründen.

Lurf vor 9 Wochen

Hm, liebe mdr-Redaktion, was denn nun? 4000 Haushalte oder 4000 Hausanschlüsse. Vermutlich wohl eher zweiteres.

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