Corona Weihnachtsmarkt in Jena abgesagt - Stadt fordert Hilfen für Händler

Ein weiterer Weihnachtsmarkt in Thüringen ist wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Nachdem beispielsweise schon Altenburg, Bad Lobenstein und Kahla ihre weiteren Planungen einstellten, folgte am Freitag auch die nach Einwohnern zweitgrößte Stadt in Thüringen. Eigentlich sollte der Weihnachtsmarkt in Jena am 25. November beginnen.

Ein Weihnachtsbaum, eine Pyramide und eine Riesenrad stehen auf dem Eichplatz in Jena (Thüringen) vor dem Jentower.
Bereits 2020 fand der Jenaer Weihnachtsmarkt wegen der Pandemie nicht statt. (Archivfoto 2016) Bildrechte: dpa

Jena hat den Weihnachtsmarkt für dieses Jahr abgesagt. Die dramatische Pandemie-Situation in Thüringen und den angrenzenden Bundesländern lasse eine solche Großveranstaltung nicht zu, teilte die Stadt am Freitag mit.

Weihnachtsmarkt in Jena war mit 3G+ geplant

Vorausgegangen seien intensive Diskussionen im Jenaer Krisenstab zusammen mit dem Veranstalter Jenakultur. Die Entscheidung, die sich bereits vorher abgezeichnet hatte, wird unter anderem mit dem kaum noch beherrschbaren Infektionsgeschehen und der drohenden Überlastung der Intensivstationen in Thüringen begründet. Die vor wenigen Wochen noch erhoffte Stabilisierung der Gesamtsituation sei nicht eingetreten. Ursprünglich war der Jenaer Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz vom 25. November bis zum 22. Dezember mit 3G+-Regel geplant.

Planungsunsicherheit hielt Aussteller ab

Außerdem hatte sich die Zahl der zugesagten Stände auf dem Markt schon merklich reduziert. Wegen der Planungsunsicherheit und des wirtschaftlichen Risikos hatten bereits mehr als die Hälfte der Markthändler und Gastronomen abgesagt, hieß es von Jenakultur. Zudem fehlt Personal für den Betrieb der Stände.

Unterstützung für betroffene Branchen gefordert

Die Stadt und Jenakultur fordern von Land und Bund eine Verlängerung der Wirtschaftshilfen. Die Absage zahlreicher Weihnachtsmärkte bedeute für Händler, Schausteller und Gastronomen einen weiteren Rückschlag bei dem Versuch eines Neustarts nach den beiden Corona-Jahren, hieß es in einer Mitteilung vom Freitag. Die bereits seit Beginn der Pandemie am stärksten betroffenen Branchen müssten weiterhin unterstützt werden.

Darüber hinaus appellierte die Stadt an die Landesregierung und die Gewerkschaften, auch Hilfen für den Einzelhandel im Blick zu haben. So sollten verkaufsoffene Sonntage in diesem Jahr auch ohne Weihnachtsmärkte möglich sein. Durch gesetzliche Vorgaben sind sie bisher an diese Veranstaltungen geknüpft.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mw

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 12. November 2021 | 15:30 Uhr

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