Glück für Findulin Nach Rettung aus Baumhöhle: Wildkatze bei Altenberga ausgewildert

Die Wildkatze Findulin, die im Mai von Wanderern bei Altenberga in Ostthüringen gefunden wurde, konnte jetzt ausgewildert werden. Das Tier hatte verlassen in einer Baumhöhle gehockt und musste aufgepäppelt werden.

Eine Wildkatze
Findulin in Freiheit: Die kleine Wildkatze konnte nach mehreren Monaten in einer Auffangstation wieder ausgewildert werden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Findulin, der Wildkatzenkater, lebt wieder im Wald: Nach fünf Monaten in einer Auffangstation für Wildtiere wurde er nun freigelassen. Der Naturschutzbund (Nabu) und der Bärenpark Worbis haben ihn an seinen Fundort bei Altenberga zurückgebracht. Der Kater, plötzlich in Freiheit, schaute sich zunächst vorsichtig um, bevor er seiner Wege ging.

Findulin war von seiner Mutter zurückgelassen worden

Im Mai hatten Wanderer die kleine Wildkatze verlassen in einer Baumhöhle im Saale-Holzland-Kreis entdeckt. Das Kätzchen war damals etwa drei Wochen alt und wurde an eine Wildtierauffangstation übergeben. Es war damals stark unterversorgt und musste zunächst künstlich ernährt werden. Die Mutter hatte das Tier wohl zwei bis drei Tage zuvor im Stich gelassen. Vermutlich hatte sich die Wildkatze durch einen Holzeinschlag in der Nähe gestört gefühlt. Findulin ging es schnell besser, schon bald konnte er wieder selbstständig fressen und trinken.

Eine Wildkatze in einer Baumhöhle.
So wurde Findulin im Mai in Ostthüringen gefunden: Der kleine Kater saß verlassen in einer Baumhöhle. Bildrechte: NABU SHK e.V./Silvester Tamás

Wildkatzen werden oft mit Hauskatzen verwechselt

Dass verlassene Jungtiere gefunden werden, geschieht immer wieder. Naturschützer bitten darum, die kleinen Katzen nicht mitzunehmen, sondern dem Naturschutzbund zu melden. Doch oft verwechseln Menschen Wildkatzen mit verwaisten Hauskatzen. Für Wanderer gilt laut Naturschutzbund daher grundsätzlich, einsame, junge Wildkatzen im Wald zu lassen. Erst wenn nach einem längeren Zeitraum keine Rückkehr oder Versorgung der Mutter erfolgt, muss gehandelt werden. In diesem Fall sollte das Naturschutzprojekt Felis-Lupus oder der Thüringer Naturschutzbund kontaktiert werden, welcher sich um das Tier kümmern wird. Insgesamt gibt es in Thüringen etwa 750 Wildkatzen. Sie leben hauptsächlich im Thüringer Wald, Kyffhäuserkreis und im Hainich.

Quelle: MDR THÜRINGEN/caf

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 01. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

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