Zukunftstechnologie Fraunhofer forscht in Thüringen an Batterietechnologie

Das Pilotierungszentrum wird feierlich eröffnet durch Prof. Michaelis, Prof. Voigt, Prof. Stelter (Fraunhofer IKTS), Ministerpräsident Bodo Ramelow, Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee, Landrat Andreas Heller und Fraunhofer Vorstand Andreas Meuer.
Am Donnerstag wurde das neue Forschungszentrum eröffnet. Bildrechte: MDR/Fraunhofer IKTS

In einem neuen Forschungszentrum in Hermsdorf will das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) unter anderem die Forschung an keramischen Natrium-Batterien vorantreiben. Zur Eröffnung am Donnerstag hieß es, die Entwicklung solcher stationären Energiespeicher sei eines der Kernthemen im sogenannten Pilotierungszentrum für Pulversynthese und Extrusion.

In dem Pilotierungszentrum sollen Methoden entwickelt werden, mit denen solche Batterien in großen Stückzahlen hergestellt werden können. Auf rund 600 Quadratmetern Nutzfläche sind dort binnen zwei Jahren Labore, Lagerräume und Büros entstanden. Die Batterien sind zum Einsatz in Haushalten, aber auch kommerziellen Speicherstandorten gedacht, um dort etwa Solar- und Windstrom zwischenspeichern zu können.

Thüringen zum Batteriestandort entwickeln

Der Bau wurde von Bund und Land mit 6,4 Millionen Euro gefördert. "Mit dieser Investition trägt Thüringen dazu bei Industriegeschichte zu schreiben und die massentaugliche Produktion von Batteriebauteilen und Membranrohren voranzubringen", sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke).

Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) betonte die "enorme und stetig wachsende Bedeutung" von umweltschonenden und leistungsfähigen Batterien für den Klimaschutz. Thüringen wolle sich unter anderem durch das neue Fraunhofer-Zentrum zu einem führenden Batteriestandort entwickeln.

Quelle: MDR Thüringen/gh

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 16. September 2021 | 18:00 Uhr

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