Weihung Nach über 100 Jahren wieder Bronze-Glocken für Kirche in Rothenstein

In der evangelischen St. Wenzel-Kirche in Rothenstein (Saale-Holzland-Kreis) sind erstmals die neuen Bronzeglocken erklungen. Die vier Glocken wurden zum Ostergottesdienst mit Bischof Friedrich Kramer geweiht. Spender und Förderer hatten rund 115.000 Euro zusammengetragen, damit die St. Wenzels-Kirche nach 103 Jahren wieder ein Geläut bekommt. Im Ersten Weltkrieg waren die Bronzeglocken eingeschmolzen und durch Eisen-Glocken ersetzt worden. Diese galten nach über 100 Jahren als unsanierbar.

Die neuen Glocken der St. Wenzel-Kirche in Rothenstein
Die größte Glocke gilt als Friedensglocke. Bildrechte: MDR/Katrin Fischer

Die vier neuen Glocken wurden unter Apoldaer Lizenz in Passau gegossen. Sie sind den Evangelisten Lukas, Markus, Johannes und Matthäus gewidmet. Die größte und tiefste Glocke ist mit einem Stier verziert, dem Symbol des Evangelisten Lukas. Sie gilt als Friedensglocke und wird vor allem zu Hochzeiten geläutet. Die zweitgrößte, die Matthäus-Glocke, trägt ein Engelsbild und ertönt zum Vaterunser. Als drittgrößte ist die Markus-Glocke für Taufen und Konfirmationen vorgesehen, sie ist mit einem Löwen verziert. Als kleinste Glocke trägt die Johannes-Glocke ein Adler-Bild und dient gleichermaßen als Todes- wie als Hoffnungsglocke.

Die Bilder auf den Glocken zitieren frühere Bildnisse auf den Bleiglas-Fenstern der Kirche.

MDR (maf)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 17. April 2022 | 19:00 Uhr

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