Justiz Missbrauchsprozess wird am Landgericht Gera neu aufgerollt

Am Landgericht Gera hat am Montag ein Prozess wegen sexuellen Missbrauchs ein zweites Mal begonnen. Angeklagt ist ein 54-jähriger Mann aus dem Saale-Holzland-Kreis. Er soll über fünf Jahre seine eigene Tochter missbraucht haben. Erst als sie erwachsen war, fand sie die Kraft, ihren Vater anzuzeigen.

Angeklagter im Prozess um Freiheitsberaubung in Pößneck im Landgericht Gera.
Am Landgericht Gera beginnt der Prozess von Neuem. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Kinder mit eigener Tochter geplant

Der Missbrauch begann laut Anklage im Urlaub, als die Tochter 13 Jahre alt war. Sie sei seine große Liebe, soll der Angeklagte seiner Tochter gesagt haben. Und, dass er Kinder mit ihr wolle. Der Prozess hatte bereits im vorigen Jahr begonnen. Er musste aber wegen mehrerer Krankheitsfälle ausgesetzt werden. Nun wird er komplett neu aufgerollt; mit Beweisaufnahme und allen Zeugenaussagen.

Das bereits im ersten Prozess erstellte psychiatrisches Gutachten fließt in den neuen Prozess ein. Vorerst sind vier Verhandlungstage angesetzt. Der Angeklagte sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Er muss mit einem Urteil von bis zu 15 Jahren rechnen.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/cfr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 20. Juli 2021 | 06:00 Uhr

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