Landgericht Gera Acht Jahre Haft für 43-Jährigen wegen gewaltsamer Attacke auf Freundin

Im Prozess um tödliche Schläge gegen eine Frau aus Neustadt an der Orla ist ihr früherer Lebensgefährte zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Gera erkannte in seinem Urteil am Mittwoch auf gefährliche Körperverletzung in zwei Fällen. Der 43-jährige Angeklagte habe "massive Schuld auf sich geladen", sagte der Vorsitzende Richter bei der Urteilsverkündung.

Der Angeklagte im Prozess um Tod einer Frau in Neustadt an der Orla im Gerichtssaal im Landgericht Gera
Der Angeklagte im Gerichtssaal am Landgericht Gera Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

"Trauriger Höhepunkt einer gewaltsamen Beziehung"

Dem Mann war vorgeworfen worden, im Juni 2020 auf seine damalige Lebensgefährtin massiv eingeprügelt und ihr dann keine Hilfe geleistet zu haben. Die 32-jährige Frau starb kurz darauf. Der Angeklagte sei mit großer Brutalität vorgegangen, hieß es in der Urteilsbegründung. Das Gericht sah es aber nicht als erwiesen an, dass der Mann seine Freundin durch Schläge auf den Kopf und ihren gesamten Körper getötet hat oder hatte töten wollen. Die Tat sei "letzten Endes der traurige Höhepunkt einer anderthalb Jahre lange gewaltsamen Beziehung" gewesen, so der Vorsitzende Richter. Bereits im Dezember 2019 hatte der Angeklagte seine damalige Lebensgefährtin mit einer Axt angegriffen.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten in ihren Plädoyers Haftstrafen wegen gefährlicher Körperverletzung gefordert. Die Staatsanwaltschaft hatte achteineinhalb Jahre Haft gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dr

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 12. Mai 2021 | 19:00 Uhr

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