Saale-Orla-Kreis Städte aus dem Orlatal bewerben sich um Landesgartenschau 2028

Im Jahr 2000 machte Pößneck den Anfang, 2028 will die Stadt es noch mal wissen: gemeinsam mit Neustadt an der Orla und Triptis bewirbt sich Pößneck um die Ausrichtung der sechsten Thüringer Landesgartenschau 2028. Gemeinsam wollen die Städte ein Zeichen setzen für Lebensqualität im ländlichen Raum.

Drei Männer sitzen vor einer Leinwand an einem Tisch.
Die Bürgermeister Michael Modde, Ralf Weiße und Peter Orosz setzten ihre Unterschrift unter die Bewerbung für die Landesgartenschau 2028. (Reinfolge von links nach rechts) Bildrechte: MDR/Adreas Dreißel

Drei Städte im Orlatal in Ostthüringen wollen gemeinsam die sechste Thüringer Landesgartenschau 2028 ausrichten. Am Mittwoch setzten die Bürgermeister Michael Modde, Ralf Weiße und Peter Orosz ihre Unterschriften die Bewerbung. Jede Stadt will dabei mit ihren individuellen Stärken punkten.

Pößneck

Die frühere Kreisstadt bringt als Ausrichterin der ersten Thüringer Landesgartenschau im Jahr 2000 schon Erfahrungen bei Großereignissen mit. Auch der Thüringentag 2015 und die Zentrale Ausstellung zur Industrialisierung in Thüringen 2018 fanden in der größten Stadt im Saale-Orla-Kreis statt. Im Stadtbild haben diese Ereignisse viele Spuren hinterlassen. Die Stadt nutzte sie zur Umgestaltung von Industriebrachen und Schaffung von Wohnqualität. Darauf will Pößneck aufbauen und 2028 das Thema Ökologie und Klimatechnik in den Fokus rücken.

Übersichtsplan zur Landesgartenschau 2028 in Pößneck.
Übersichtsplan zur Landesgartenschau 2028 in Pößneck. Bildrechte: Stadt Pößneck

Wir haben gute Erfahrungen in der Organisation von solchen Großereignisse gesammelt und möchten die Landesgartenschau nutzen, um gemeinsam mit unseren Partnern weitere Bereiche unserer Stadt umzugestalten.

Michael Modde, Bürgermeister der Stadt Pößneck

Neustadt an der Orla

Die Stadt mit 9.300 Einwohnern ist die Faschingshochburg im Orlatal, aber sie hat wesentlich mehr zu bieten. Schon in den 90er Jahren legten die Neustädter den Schwerpunkt der Stadtsanierung auf die Innenstadt. Zur Landesgartenschau 2028 will die Stadt in fünf Themenparks unter anderem zeigen, wie intelligente Verkehrssysteme miteinander verknüpft werden. Außerdem wollen die Stadtväter Flächen entsiegeln und sogenannte Entdeckerzonen einrichten.

Übersichtsplan zur Landesgartenschau 2028 in Neustadt an der Orla.
Übersichtsplan zur Landesgartenschau 2028 in Neustadt an der Orla. Bildrechte: Stadt Neustadt an der Orla

In Neustadt an der Orla wollen wir den Schwerpunkt auf unsere Parkanlagen und Teiche legen. Außerdem soll das Bahnhofsareal umgestaltet werden.

Ralf Weiße, Bürgermeister von Neustadt an der Orla

Triptis

Im ländlich geprägten Triptis spielt Industrie eine große Rolle. Die Nähe zur Autobahn sorgte für eine Vielzahl von Industriebetrieben. Aber auch in der Stadtentwicklung wurde in Triptis viel bewegt. Zur Landesgartenschau 2028 soll hier der Fokus auf der Flora liegen: Orchideen, Kreativgärten und ein Wanderweg um ein künstliches Biotop am Stausee sind nur einige der Vorhaben.

Übersichtsplan zur Landesgartenschau 2028 in Triptis.
Übersichtsplan zur Landesgartenschau 2028 in Triptis. Bildrechte: Stadt Triptis

Wir sehen unsere Chance darin, die Orlasenke auch touristisch besser aufzustellen. Da bietet sich eine Zusammenarbeit mit den anderen Städten ja geradezu an.

Peter Orosz, Bürgermeister der Stadt Triptis

Konkurrenz kommt aus dem Süden und Westen Thüringens

Die drei Städte eint eine gemeinsame Vision: Sie wollen das Thema Landesgartenschau neu denken und damit den neuen Herausforderungen im ländlichen Raum begegnen. Ein gemeinsamer Schwerpunkt sollen dabei zukunftsfähige Verkehrskonzepte sein.

Mit ihrer Bewerbung stehen die drei Städte im Orlatal nicht allein. Konkurrenz kommt vor allem aus dem Süden und Westen des Freistaats:

Weitere Bewerber für die Landesgartenschau 2028 sind:

  • Zella-Mehlis, Oberhof, Suhl, Schleusingen
  • Bad Liebenstein, Bad Salzungen
  • Waltershausen, Friedrichroda, Tabarz
  • Altenburg

Bis zum Jahresende müssen alle Interessenten ihre Bewerbung abgegeben haben. Mit einer Machbarkeitsstudie und einem umfangreichen Finanzierungsplan im nächsten Jahr folgt dann der nächste Schritt. Wer am Ende die Nase vorn haben wird, soll bis Mitte 2022 feststehen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 02. Dezember 2020 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

Ritter Runkel vor 41 Wochen

Sollte das Orlatal den Zuschlag bekommen, wird 2029 die Frage stehen: Landesgartenschau Orlatal, Ende mit Defizit: Haben Verantwortliche das in Kauf genommen?

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