Tradition an der Saale Flößerei ist Kulturerbe-Kandidat

Der Holztransport auf der Saale war jahrhundertelang ein wichtiger Wirtschaftszweig. Derzeit ist die Flößerei touristische Hoffnung, wiederentdecktes Handwerk - und ein Vorschlag für die weltweite UNESCO-Liste.

Die Flößerei wie in der Region Uhlstädt-Kirchhasel (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) ist Anwärter für einen Eintrag in die Kulturerbe-Liste der Unesco. Die Bundesrepublik Deutschland hat der Kultur- und Bildungsorganisation der Vereinten Nationen vorgeschlagen, die Flößerei als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anzuerkennen. Wie der Pressesprecher des Flößervereins in Uhlstädt-Kirchhasel MDR THÜRINGEN sagte, wird die Unesco voraussichtlich Ende des Jahres 2022 darüber entscheiden.

Mann steuert Floß auf der Saale bei Uhlstädt-Kirchhasel
Tradition und Tourismushoffnung - Flößerei auf der Saale Bildrechte: Flößerverein Uhlstädt, Oberkrossen und Rückersdorf e.V.

Der Flößerverein in Uhlstädt-Kirchhasel erhofft sich davon, die Region bei Touristen aus der ganzen Welt bekannter zu machen. Außerdem trage der Titel dazu bei, die Tradition der Flößerei für die nächsten Generationen zu erhalten. Die Flößerei ist der Transport von Holz auf dem Wasserweg. Seine Blütezeit erlebte das Handwerk in Europa zwischen dem Mittelalter und der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es entstanden Flöße oder Holzstammgebinde, die bis zu 600 Meter lang und 50 Meter breit waren. Heute findet das alte Handwerk wieder zunehmend Verbreitung. Flößereivereine hielten das traditionelle Wissen wach.
Mit dem Titel "Immaterielles Kulturerbe" würdigt die Unesco lebendige Traditionen wie Tanz, Theater, Musik oder Handwerkstechniken. Die deutsche Liste des immateriellen Kulturerbes führt die Flößerei seit 2014.

Quelle: MDR THÜRINGEN/csr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 13. April 2021 | 22:00 Uhr

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