Atempause für Beschäftigte Kündigungen bei Molkerei "Herzgut" in Rudolstadt vorerst abgewendet

Atempause für die 70 Beschäftigten der Herzgut-Molkerei in Rudolstadt. Die für Dienstag erwarteten Kündigungen blieben aus. Ob die Firma gerettet werden kann, ist aber weiterhin unklar.

Mike Hüttner bedient die Anlage bei der Abfüllung von Frischer Bio Weidemilch in der Herzgut Landmolkerei eG.
Derzeit arbeiten 70 Personen bei der Molkerei-Genossenschaft. Bildrechte: dpa

Die Zukunft der insolventen Herzgut-Molkerei Rudolstadt ist weiter unklar. Der Insolvenzverwalter teilte MDR THÜRINGEN am Dienstagabend mit, dass  potentielle Investoren eine komplette Übernahme des Unternehmens in der derzeitigen Form abgesagt hätten. Der Geschäftsbetrieb werde zum Jahresende eingestellt. Die Gespräche würden nun mit denen fortgesetzt, die Interesse an den Vermögensgegenständen hätten.

Nach Angaben der Gewerkschaft NGG ist den verbliebenen 70 Mitarbeitern noch  nicht gekündigt worden. Von Seiten der Geschäftsführung hieß es am Dienstag lediglich, man werde im neuen Jahr sehen, wie es weiter geht.

Letzte eigenständige Molkereigenossenschaft in Thüringen

Herzgut ist die letzte eigenständige Molkereigenossenschaft Thüringens und zählt mit mehr als 100 Jahren Erfahrung zu den traditionsreichsten Molkereien in Deutschland. Pro Jahr verarbeitet sie etwa 50.000 Tonnen Milch zu Butter, Käse und anderen Milchprodukten für den Lebensmittel-Einzelhandel. Ihre Rohmilch bezieht die Landmolkerei von regionalen Erzeugern.

Quelle: MDR

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 28. Dezember 2021 | 20:00 Uhr

1 Kommentar

Gerd Mueller vor 48 Wochen

Interessant wäre wer hinter Kulissen die Fäden in der Hand hat und an den Strippen zieht.

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