Thüringer Schiefergebirge Pilzsaison 2021 mit seltenen Pilzen

Die Pilzsaison 2021 ist besonders gelungen. Im Thüringer Schiefergebirge sind etliche seltene Pilze entdeckt worden, darunter auch giftige Doppelgänger essbarer Pilze. Deshalb ist Vorsicht beim Verzehr empfohlen.

Bastkorb mit gesammelten Waldpilzen.
Essbare Pilze lassen sich einfach mit ihren giftige Doppelgängern verwechseln. Bildrechte: imago images/Frank Sorge

In diesem Jahr wachsen die Pilze besonders gut. Grund dafür ist das feuchte Wetter. Neben vielen der bekannten Speisepilze sind im Thüringer Schiefergebirge auch seltene Arten zu bewundern, sagt die Pilzsachverständige Sandra Haueisen.

Besonders der Dottergelbe Spateling, den sie im Garten eines Freundes gefunden hat, ist ein Highlight der letzen Wochen. Der kleine Pilz, der etwas an ein ganz kleines gelbes Salatblatt erinnert, sei vor Jahrzehnten das letzte Mal in der Gegend um Sitzendorf registriert worden. Aber auch der Rotschuppige Rauhkopf und der Trichterförmige Saftling sind seltene und schützenswerte Pilze, die in den letzen Wochen gewachsen sind. Der Trompetenpfifferling scheint in diesem Jahr nicht so selten zu sein. An den Hängen oberhalb des Schwarzatals ist er noch häufig zu sehen.

Ein Pilz im Gras 2 min
Bildrechte: MDR/Uwe Kelm

Wer sich in diesen Tage aufmacht, um Pilze zu suchen, kann mit seltenen Exemplaren rechnen. Uwe Kelm berichtet von seinen Fundstücken aus dem Schwarztal.

MDR THÜRINGEN - Das Radio Do 14.10.2021 08:22Uhr 02:20 min

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Pilze gibt's das ganze Jahr

Die Pilzsaison hat 365 Tage. Allerdings warnt Sandra Haueisen vorm Verzehr der Pilze, wenn es kurz davor Bodenfrost gegeben hat. Das Eiweiß in den Pilzen kann dann verderben und auch gute Speisepilze sind nicht mehr zum Verzehr geeignet. Für echte Winterpilze ist der Frost aber kein Problem.

Neue Arten und Doppelgänger

Unter den seltenen Pilzen in dieser Saison seien auch giftige Doppelgänger essbarer Pilze, sagte Haueisen. Gerade beim Wiesenchampignon kann man sich schnell irren. Den giftigen Karbolchampignon erkennt man am Geruch nach Desinfektionsmittel. Allerdings ist jetzt eine Art auf dem Vormarsch, die kaum den Geruch hat oder ihn erst beim Kochen entwickelt. Da haben es selbst die Sachverständigen schwer - ein solcher Pilz ist letztes Jahr bei Katzhütte gefunden worden. Die Bestimmung gelingt nur mit Hilfe eines Mikroskopes.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mw

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Ramm am Nachmittag | 13. Oktober 2021 | 17:10 Uhr

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