Fördermittel Bauvorhaben der Thüringen Kliniken Saalfeld weiter ungewiss

Der Zeitplan für den geplanten Neubaus der Thüringen Kliniken in Saalfeld ist ungewiss. Noch sei offen, ob die nötigen Fördermittel im nächsten Landeshaushalt verankert werden könnten, so Ministerpräsident Bodo Ramelow. Grund seien die aktuellen Krisen.

Ein Schild weist auf den Eingang der Thüringen Kliniken hin
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Wegen der derzeitigen Wirtschaftslage ist der Zeitplan für die Fördergelder des geplanten Neubaus der Thüringen Kliniken in Saalfeld ungewiss. Noch sei offen, ob die Gelder im nächsten Landeshaushalt verankert werden könnten, teilten Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) und Gesundheitsministerin Heike Werner (Die Linke) bei ihrem Besuch am Mittwoch in Saalfeld mit.

Grund seien die aktuellen Krisen, ausgelöst durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg. Dazu gehörten die Gasversorgung und gestiegene Baukosten. Die Pläne für einen Neunau begrüßten sie aber grundsätzlich.

Hauptgebäude dringend sanierungsbedürftig

Die Thüringen Kliniken mit ihren Standorten in Saalfeld, Rudolstadt und Pößneck sind laut Landrat Marko Wolfram (SPD) das größte kommunale Krankenhaus in Thüringen. Laut Geschäftsführer, Thomas Krönert, werden pro Jahr rund 65.000 Patienten versorgt. Die Klinik habe 824 Betten und sei mit 2.000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in der Region.

Thomas Krönert bei Fakt ist! aus Erfurt
Geschäftsführer Thomas Krönert sogt sich um den Zustand des Krankenhauses. Bildrechte: MDR/Jens Borghardt

Das Hauptgebäude der Klinik in Saalfeld ist rund 70 Jahre alt. Es ist laut Krönert dringend sanierungsbedürftig. So seien die Bausubstanz marode, das Dach teilweise undicht, die Heizungsanlage veraltet. Außerdem seien Strukturen, Wege und die Aufteilung der Räume nicht mehr zeitgemäß. Weil das Gebäude unter Denkmalschutz steht, könnten die Räume an sich nicht verändert werden.

Planungen weit fortgeschritten

Um den Klinik-Standort in Saalfeld für die Zukunft zu sichern, ist deshalb ein Neubau geplant. In diesem sollen zwölf Stationen mit jeweils 34 Betten untergebracht werden. Das Haupthaus solle ertüchtigt und zu 40 Prozent weiter genutzt werden. 60 Prozent des Gebäudes könnten innerhalb eines Gesundheitscampus an Apotheken, Pflegeeinrichtungen und Sanitätshäuser vermietet werden.

Die Gesamtkosten liegen laut Thomas Krönert bei rund 188 Millionen Euro. Die Hälfte davon müsse das Krankenhaus übernehmen, so Krönert. Die andere Hälfte müsste vom Land gefördert werden.

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MDR (gh)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 06. Juli 2022 | 20:00 Uhr

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