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Bis ins 19. Jahrhundert wurde die Flößerei in Thüringen betrieben. Bildrechte: Flößerverein Uhlstädt, Oberkrossen und Rückersdorf e.V./Peter Schröter

Saalfeld-RudolstadtThüringer Flößerei ist jetzt Unesco Weltkulturerbe

von MDR THÜRINGEN

Stand: 02. Dezember 2022, 21:00 Uhr

Bis ins 19. Jahrhundert wurde Holz mit Wildflößen auf den Fließgewässern des Thüringer Waldes und des Schiefergebirges transportiert. Nun ist die Thüringer Flößerei auf der Liste der Unesco Weltkulturerbe.

Die Unesco hat die Flößerei die internationale Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Mit der Aufnahme in die Unesco-Liste erhoffe sich der Flößerverein Uhlstädt, Oberkrossen und Rückersdorf (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) einen Anschub für die touristische Nutzung des Flößens, sagte Vereinsmitglied Michael Grünert am Freitag.

In Thüringen geht die Flößerei bis ins 19. Jahrhundert zurück. Sie hat auf vielen Fließgewässern des Thüringer Waldes und des Thüringer Schiefergebirges eine wichtige wirtschaftliche Rolle gespielt.

Flößerei zum Holztrasnport

Die einfachste Art, Holz auf dem Wasser zu transportieren, war die Wildflößerei. Dafür wurden zersägte Holzscheite in das Wasser geworfen und mit der Strömung verfrachtet. Sie wurden überwiegend als Brennholz verkauft. Auf der Saale und der Werra wurde vor allem Langholzflößerei betrieben. Dabei wurden ganze Stämme und Flößen zusammengefügt und flussabwärts geflößt.

In Thüringen sind Flößervereine auf Höhe Uhlstädt auf der Saale und auf der Werra bei Wernshausen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen aktiv.

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MDR (uwk,jn)

Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 02. Dezember 2022 | 15:30 Uhr

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