Lebensmittelpreise Mensa-Essen wird teurer: Thüringer Studierende zahlen drauf

Das Mensa-Essen an Thüringer Hochschulen und Universitäten wird teurer. Das teilte das Studierendenwerk Thüringen am Montag mit. Grund dafür sind demnach die deutlich gestiegenen Lebensmittelpreise. So seien beispielsweise die Preise bei Gemüse um mehr als 30 Prozent und die Preise für Nudeln um mehr als 40 Prozent gestiegen.

Man habe sehr lange die Preise konstant gehalten. Ab dem Wintersemester lasse sich eine Erhöhung aber nicht mehr vermeiden, heißt es. Demnach gibt es das billigste tägliche Essen für Studentinnen und Studenten nun ab 1,95 Euro statt ab 1,60 Euro. Für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kostet ein Essen dann ab 3,85 Euro. Das sei im bundesweiten Vergleich weiterhin mit am niedrigsten, so Geschäftsführer Torsten Schubert.

Weniger Fleisch in Mensen

Zudem soll der Anteil an Fleischgerichten weiter sinken. Die Kosten dafür liegen ab dem Wintersemester mit Studierendenausweis (thoska) dann bei mindestens 2,70 Euro pro Essen - statt bisher ab 2,10 Euro. Man reagiere damit auf den Trend bei den Studierenden, immer weniger Fleisch zu essen. Zu den beliebtesten Gerichten in den Mensen gehören laut Studierendenwerk vegane und vegetarische Essen wie Vollkornspaghetti mit Linsen-Bolognese oder Süßkartoffel-Blattspinat-Curry. Auch die Preise in den Cafeterien sollen angehoben werden.

MDR (dst)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 26. September 2022 | 19:00 Uhr

10 Kommentare

Tschingis1 vor 18 Wochen

@Martin
Sie schreiben von Bafög Empfängern, die nun auch Leistungen erhalten, die andere Studenten ohne Bafög nicht haben.

Zum Einkommen der Eltern kann ich Ihnen sagen, dass z.B. Kredite für das Haus oder PKW nicht in die Bafög Berechnung einbezogen werden. Daher sind auch für die, wie schrieben sie, deutlich über den Leichtlohngruppen liegende, 835 Euro ein ganz schöner Stiefel zumal die Nebenkosten auch weiter und erheblich steigen.

martin vor 18 Wochen

Auch Studierende mit Bafög-Höchstsatz haben in vielen Orten nur ein sehr überschaubares Budget. Trotzdem sind 1,95 € für ein Mittagessen ein bezahlbarer Preis.

Übrigens: Wenn das anrechenbare elterliche Einkommen einen bestimmten Betrag überschreitet, dann wird ein entsprechend geminderter Bafög-Satz gezahlt. Für 'gar kein Bafög' müssen die Eltern aber schon deutlich aus den Leichtlohngruppen raus sein.

Und ja: Auch mir erscheint in unserem Land nicht alles gerecht geregelt. Aber darum geht es hier ja nicht, sondern um den Anstieg der Mensapreise.

Tschingis1 vor 18 Wochen

@Martin
"1.95 € für ein Mittagessen finde ich durchaus auch für Studierende bezahlbar."

Das mag für sie nach wenig klingen. Es gibt jedoch auch Studenten, die kein Bafög erhalten, weil deren Eltern "zu viel" verdienen. Zu viel sind schon 5 Euro darüber. Und ein Student hat einen Rechtsanspruch auf angemessenen Unterhalt, der derzeit bei 835 Euro liegen dürfte. Wohnung u.a. Kosten müssen ja auch gestemmt werden. Diese Studenten sind von den Leistungen wie Energiepreispauschale und anderes ausgenommen.

Warum kein Einkommen unabhängiges Bafög? Der der es nicht braucht wird es nicht beantragen, andere jedoch wären froh, auch wenn es später zurückgezahlt werden muss.

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