Radioaktives Gas Radon-Bodenmessungen in Thüringen starten im September

Ab September beginnen in Thüringen umfangreiche Radon-Bodenmessungen. Das radioaktive Gas gilt als krebserregend. Haushalte können freiwillig und kostenlos an den Messungen teilnehmen.

Ein Radioaktiv-Zeichen - Ein Kreis in der Mitte, daran symmetrisch angeordnet, drei abgerundete Trapeze. Das Zeichen ist umgeben von rotem Rauch.
Radon ist ein Gas und gilt als krebserregend. Bildrechte: MDR/Maximilian Fürstenberg,pixabay

In Thüringen beginnen im September umfangreiche Radon-Bodenmessungen. Das teilte das Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) mit. Gemessen wird demnach in den Gemeinden, die als Radonvorsorgegebiete ausgewiesen wurden. Nötig dafür sind kleine Bohrungen mit einem Durchmesser von 40 Millimetern und bis zu 1,10 Meter Tiefe.

Freiwillige Teilnahme für Haushalte

Außerdem wird die Radonkonzentration in Aufenthaltsräumen ermittelt, die etwa in Keller- und Erdgeschossen liegen. Dazu werden sogenannte Exposimeter an Haushalte verschickt. Diese Geräte werden ein Jahr lang in den Räumen aufgestellt. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos.

Das radioaktive Gas Radon gilt als krebserregend. Es kommt überall vor, in manchen Gegenden ist aber eine erhöhte Konzentration wahrscheinlicher. Vorsorgegebiete in Thüringen liegen vor allem in den Landkreisen Greiz und Saalfeld-Rudolstadt. Die Bundesländer sind gesetzlich verpflichtet, Vorsorgegebiete auszuweisen und regelmäßig zu überprüfen.

MDR (cfr)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 11. August 2022 | 19:00 Uhr

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